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Der Telebasel Glam Beitrag vom 21. Januar 2019.

Basel

«Es interessiert mich nicht, was Kritiker schreiben»

Simon Stone gehört zu den Shooting-Stars des europäischen Theaters. Sein neuster Streich «Hotel Strindberg» spielt aktuell im Theater Basel und polarisiert.

Für die einen ist er der Retter des Schauspieltheaters, für die anderen ein seichter Unterhalter. Regisseur Simon Stone nimmt sich das Recht heraus, Theaterstücke von Weltautoren wie Henrik Ibsen oder Anton Tschechow komplett neu zu texten. Was Fans des 34-Jährigen genial finden, bezeichnen Kritiker als «seichtes Sitcom-Theater». Auch bei der Co-Produktion «Hotel Strindberg», die am 16. Januar im Theater Basel Premiere feierte, gehen die Meinungen der Kritiker auseinander.

Viele Beziehungskrisen in einer Nacht

In «Hotel Strindberg», verarbeitete Stone mehrere Stücke und biographische Schriften des schwedischen Schriftstellers August Strindberg. «Das Stück spielt in einem Hotel. Es geht darum, dass in einer Nacht in verschiedenen Zimmern gleichzeitig schlimme Beziehungskrisen stattfinden. Auch die Me-Too-Debatte wird thematisiert. Wir analysieren die Rolle des Mannes», sagt Stone im Interview mit Glam.

«Es interessiert mich nicht, was Kritiker schreiben»

In seinen Texten verwendet Stone Begriffe wie Netflix, Facetime, Tinder, Whatsapp oder googeln. Dafür erntet der gebürtige Basler Lob und Kritik zugleich. Damit könne er aber gut umgehen: «Es interessiert mich überhaupt nicht, wie ein Stück bewertet wird. Unsere Kunst besteht darin, dass die Zuschauer unterhalten und herausgefordert werden, über ihr Leben nachzudenken.», so Stone.

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