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Der Telebasel News-Beitrag vom 19. Januar 2019.

Basel

Neues Leben für «alte Fasnacht»

An der ersten Basler Fasnachtsbörse wechselten Kostüme und Larven die Besitzer. Die Organisatoren sprechen von einem Erfolg und kündigen eine Fortsetzung an.

Zwischen Burgern, Glasnudeln und karibischen Spezialitäten ist am Samstag in der Markthalle die erste Basler Fasnachtsbörse über die Bühne gegangen. Larven in allen Farben und Formen sowie etliche Kostüme wechselten die Besitzer. Die Idee dazu stammt ausgerechnet vom Wahlbasler Andrea Bettini, seines Zeichens Zürcher.

Eine junge Liebe

Andrea Bettini lebt zwar schon seit 20 Jahren in Basel, hat seine Liebe zur Fasnacht aber erst spät entdeckt. Als Mitglied des Drummeli-Ensembles lernte er die Fasnacht kennen und schätzen. Seit dem wachse seine Begeisterung für die Basler Tradition stetig. Letztes Jahr lief er dann zum ersten Mal den Morgestraich mit. Laut Bettini eine «super Erfahrung».

Das Fasnachtsfeuer war entfacht und führte dann zur Idee der Fasnachtsbörse: «Ich dachte einfach, das fehlt eigentlich: eine Fasnachtsbörse, bei der die Keller und Estriche geleert werden und die Kostüme wieder in Umlauf kommen».

Andrea Bettini, Organisator Fasnachtbörse, im Interview mit Telebasel.

«Die Resonanz ist gross»

Und gekommen sind sie: Familien, Fasnächtler und Einzelmasken, die sich durch die Stände wühlten, mit dem Ziel, sich eine neue Garderobe für die «drey scheenschte Dääg» zuzulegen. «Die Resonanz ist gross», meint Andrea Bettini.

Das sehen auch die Standbetreiber so, die meisten davon Fasnachtscliquen und Guggen. «Wir waren sehr überrascht, wie erfolgreich die Geschäfte laufen», sagt Delia von der Guggemusik Rätsch-Beeri. Die Menschen hätten ihnen förmlich den «Laden eingerannt». Mit dem Geld das zusammen kommt, finanziert sich die Gugge eine Reise zum 40-jährigen Jubiläum der Formation.

Es sei jedoch nicht immer einfach, sich von seinen geliebten Kostümen zu trennen: «Man muss sich schon überlegen, was man los werden will. Und ich glaube, jeder von uns hat ihr Lieblingskostüm noch zuhause.» Aber es bereite auch Freude, jemanden ein Kostüm zu verkaufen und zu wissen, dass es genutzt wird und nicht einfach im Keller Staub ansetzt».

Delia von der Guggemusik Rätsch-Beeri und Christian Bihari, Obmann Schnurebegge, erzählen wie das Geschäft läuft. (Video: telebasel)

Fortsetzung folgt

Dieser Recycling-Gedanke war auch einer der Hauptgründe für die Fasnachtsbörse, meint Andrea Bettini. «Ich wollte, dass die Leute ihre Kostüme nicht im Warenhaus kaufen, sondern dass die selbstgemachten Kostüme wieder ihren Weg an die Fasnacht finden.»

Wer jetzt noch keine Kostüme kaufen oder verkaufen konnte, der darf beruhigt sein. Es werde nach der erfolgreichen ersten Ausgabe «sicher» noch eine Fortsetzung geben. Dann vielleicht auch mit Instrumenten.

Telebasel Regio vom 23. Januar 2019.

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