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Der Telebasel News Beitrag vom 18. Januar 2019

Region

Was bei einem «Nein» passiert

Was passiert eigentlich, wenn die Spitalfusion abgelehnt wird? Gegner und Befürworter haben unterschiedliche Visionen.

Was bei einem «Nein» zur Spitalfusion passiert, darüber sind sich Gegner und Befürworter nicht einig. Die Spitalfusion wird kontrovers diskutiert. Auch innerhalb der Parteien sind sich nicht immer alle einig.

Das sind die schlagendsten Argumente dafür und dagegen:

Die Gegner

«Kein Verkauf unserer Gesundheit». Unter diesem Motto rüstet sich seit Donnerstag, 3. Januar 2019, in Basel-Stadt ein Komitee mit linken Politikerinnen und Politikern gegen die geplante Spitalfusion. Mit dabei die SP, die Grünen und die BastA!.

Im Komitee sind SP-Grossrätin Sarah Wyss, BastA!-Grossrat Oliver Bolliger, Isabelle Stocker, Präsidentin, VPOD Gruppe USB, der Grüne Grossrat Thomas Grossenbacher und SP-Ständerätin Anita Fetz. Im Kanton Baselland kämpft einzig die FDP gegen den Zusammenschluss.

Der Telebasel News-Beitrag vom 3. Januar 2019. 

Die Befürworter

Bereits Anfang Dezember 2018 präsentierte sich ein überregionales Komitee im Kampf für die geplante Spitalfusion. Gemäss Eigendeklaration setzt es sich zusammen aus über 200 Vertretern aus Arzt- und Pflegeberufen, Forschung, Life Sciences, Wirtschaft und Politik.

Im Co-Präsidium sind 14 Parteien aus beiden Halbkantonen vertreten. Für die Spitalfusion engagieren sich einige bekannte Ärzte. Allen voran Guy Morin – der ehemalige Regierungsrat arbeitet wieder als Arzt – kämpft jetzt für diese Abstimmung an vorderster Front mit. Ebenfalls dabei sind Kinderarzt Raoul Furlano (LDP-Grossrat) oder Felix Eymann (auch LDP-Grossrat).

«Ich bin Hausarzt und daher ist es naheliegend, dass ich mich für die Gesundheitsversorgung meiner Patienten einsetze», sagt Guy Morin gegenüber Telebasel. In seinen Augen kann nur ein Unispital Nordwest diese garantieren. In einem gemeinsamen Unispital sieht er Sparpotenzial für beide Kantone.

Argumente dafür und dagegen

Bis am 10. Februar 2019 kämpfen Befürworter und Gegner der Spitalfusion um die Gunst der Bevölkerung. Hier die wichtigsten Argumente dafür und dagegen im Überblick.

Pro:

  • Die Spitalfusion gewährleistet in der ganzen Region den raschen Zugang zu qualitativ hochstehenden medizinischen Leistungen.
  • Durch effizientere Abläufe verkürzen sich die Wartezeiten, und die Trennung von stationär und ambulant verbessert die medizinischen Behandlungen.
  • Das Kostenwachstum im Gesundheitswesen wird durch den Zusammenschluss gedämpft. Denn durch die Fusion sollen kantonsübergreifende Synergien erzielt werden. Ausserdem soll so ein Beitrag gegen den ständigen Anstieg der Krankenkassenprämien geleistet werden.
  • Die Spitalfusion sorgt langfristig für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für faire Arbeitsbedingungen in Basel-Stadt und Baselland.

Contra:

  • Die Spitalfusion führt zu einer Privatisierung des Unispitals, da es in eine Aktiengesellschaft überführt werde. Aber nur öffentliche Spitäler könnten eine optimale Gesundheitsversorgung garantieren.
  • Baselland trägt zu wenig Kosten bei der geplanten Fusion. Es könnte nicht sein, dass Lehre und Forschung des Unispitals einzig durch den Kanton Basel-Stadt bezahlt würden.
  • Die geplante Orthopädie-Abteilung auf dem Bruderholz ist überflüssig. Es gibt schon jetzt ein Überangebot in der Region.
  • Die Gesundheitskosten steigen.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2019, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

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