Heisse Diskussionen um die Preiserhöhung bei Parkkarten. (Symbolbild: Keystone)

Basel

«Eine Parkkarte ist eigentlich ein Lottoschein»

Die baselstädtische Regierung will die Preise für Parkkarten erhöhen. Vielen Bürgern stösst diese Tatsache sauer auf. Andere finden es total angemessen.

Schon letztes Jahr wurde es angekündigt und heftig diskutiert. Jetzt hat der Grosse Rat entschieden, die Parkkartentarife tatsächlich zu erhöhen. Damit möchte die Regierung Strassenparkplätze besser verfügbar machen und so den Suchverkehr reduzieren. Zur Kasse gebeten werden auch Pendler, die mit Besucher-Karten parkieren – der Preis letzterer wird verdoppelt.

Mit den neuen Tarifen verdoppelt die Regierung gegenüber der Vernehmlassungsvorlage namentlich den Preis der Besucherparkkarte von 10 auf 20 Franken pro Tag, dies per 1. März 2019. Dies soll den Missbrauch von Basler Besucherkarten durch Pendler verhindern. Eine Jahres-Pendlerkarte kostet derweil neu 860 statt 700 Franken. Ebenfalls teurer als zunächst vorgeschlagen wird das Parkieren für Wochenaufenthalter und andere Personen, die ihr Fahrzeug nicht im Stadtkanton immatrikuliert haben und versteuern. Der Preis der normalen Anwohnerparkkarte wird von derzeit 140 auf 284 Franken pro Jahr mehr als verdoppelt.

«Preiserhöhung okay, aber…»

Für viele Telebasel-User sind die Preiserhöhungen ein Dorn im Auge. Insbesondere die Anzahl Parkplätze in der Stadt wird kritisiert. «Preiserhöhung ist ja noch ok, aber dann muss es genügend Parkplätze geben, aber das hat es leider nicht», schreibt ein User. Noch treffender beschreibt es wohl Abbas Arnold Schumacher.

«Es gibt Leute wie ich, die auf das Auto angewiesen sind. Der 1. Bus fährt um 5:40 Uhr, aber dann arbeite ich längst schon. Also von wegen wer in der Stadt wohnt braucht kein Auto», schreibt ein User.

«Immer noch zu wenig!»

Für andere ist dieser Preisaufschlag immer noch zu wenig. «Immer noch zu billig! Wer in der Stadt das Privileg hat ein Auto zu besitzen, sollte im Minimum diesen kleinen Jahresbeitrag oder besser 150 Franken monatlich zusätzlich zu seiner geleasten Karre einkalkulieren», schreibt ein User.

Geht es nach der Meinung einiger User, sollten in Zukunft auch Velofahrer zur Kasse gebeten werden. «Wann werden endlich auch Velofahrer zur Kasse gebeten, für die vielen gratis Velowege, den vielen gratis Parkflächen auf öffentlichem Allmend, Gratisparkhaus, alles auf Kosten der Autofahrer», schreibt Cindy Schütz.

1 Kommentar

  1. Vorschlag: Eine angemessen hohe Anzahl blauer Parkfelder in kritischen Quartieren durch (Kontroll-)Gebührenpflichtige weisse Parkfelder ersetzen. Die Gebührenpflicht sollte 24/7 bestehen, Besitzer einer Anwohnerparkkarte könnten jedoch die Parkfelder unbeschränkt nutzen. Insb. am späten Abend und nachts könnten die Anwohner entlastet und der Suchverkehr reduziert werden, denn dann dauert die Parkplatzsuche am längsten. Zudem ist die Hemmschwelle, um von gebührenpflichtigen Strassen-Parkplätzen ins Parkhaus zu wechseln, beträchtlich kleiner, als es dies bei blauen Parkfeldern der Fall ist. Folge: Umlagerung der Besucher in die Parkhäuser mittels Kontroll- und Lenkungsgebühren und somit Einnahmeerhöhung sowie Reduktion des Suchverkehrs.Report

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