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Der Telebasel News-Beitrag vom 16. Januar 2019.

Region

Lukas Engelberger attackiert Personalverband VPOD

Grosser Streitpunkt in der Spitalfusions-Debatte ist der GAV, Die Verhandlungen zwischen den Parteien sind zäh. Regierungsrat Engelberger attackiert den VPOD.

Heisse Diskussionen rund um die Spitalfusion. Auch das Personal der betroffenen Spitäler ist sich uneinig, was für sie als Angestellte nun besser wäre. Spitalfusion Ja oder Nein? Streitpunkt Nummer 1 beim Personal: der Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der liegt nämlich noch nicht vor. So lange es den nicht gibt, kann das Personal die Folgen eines Zusammenschlusses für sich selber nicht abschätzen.

VPOD Schuld an Verzögerungen?

Dass die Verhandlungen zum GAV noch nicht abgeschlossen sind, sei die Schuld des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), reklamiert nun der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger.

Die Verhandlungen zögen sich hauptsächlich wegen des VPODs in die Länge: «Wir haben jetzt die Situation, dass die zwei Hauptverbände, die das Gesundheitspersonal vertreten, nämlich das Pflegepersonal und die Ärzteschaft, der Fusion zustimmen und sie unterstützen. Auf der anderen Seite steht der VPOD, der sich gegen die Fusion ausgesprochen hat. Es ist dadurch zu erklären, dass der VPOD sich in den Verhandlungen sehr zäh verhält», sagt Lukas Engelberger.

Absichtlich würde der VPOD die Verhandlungen in die Länge ziehen, um den nicht abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrag als Argument gegen die Fusion zu nutzen. «Ich empfinde das als eine unfaire Positionierung des VPODs», äussert sich der Gesundheitsdirektor.

«Es stimmt einfach nicht!»

Der Sprecher der Arbeitnehmerdelegation, Josef Zindel, entrüstet sich: «Das ist ein absolut haltloser Vorwurf!». Es seien fünf Berufsverbände, die um den GAV kämpfen würden und nicht nur der VPOD. Dass Lukas Engelberger gezielt eine Delegationspartei angreife, sei ebenfalls unfair.

«Der Vorwurf basiert nur auf Vermutungen. Regierungsrat Lukas Engelberger war an keiner einzigen Verhandlungssitzung dabei. Das weiss ich, weil ich an allen dabei war», kontert Josef Zindel. «Das ist keine sachgerechte Aussage, wenn sie nur auf Hörensagen beruht.» Kein Berufsverband hätte ein Interesse daran, die Verhandlungen zu verzögern.

Unsicherheit beim Personal

Glaubt das Personal den beiden Spitaldirektoren und den Gesundheitsdirektoren der beiden Basel, hätten sie keine schlechteren Arbeitsbedingungen zu befürchten. Der VPOD ist sich allerdings sicher, dass der Druck auf das Personal mit einer Fusion steigen wird.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2019, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung.

1 Kommentar

  1. Offenbar wird hier jetzt der VPOD als Überbringer der schlechten Nachricht (= noch kein GAV) angegriffen und an den Pranger gestellt. Das gab es früher schon: Die erste Erwähnung eines bestraften Nachrichtenübermittlers findet man bei Pausanias II.26,2-8. Apollon lernte Koronis, die Tochter des Königs Phlegyas von Orchomenos beim Bade im Boibeis-See in Thessalien kennen. Er verliebte sich in sie. Da sie von ihm ein Kind erwartet, sandte er zu ihrer Bewachung einen wunderschönen weißen Singvogel. Koronis wurde Apollon untreu und betrog ihn mit dem sterblichen Arkadier Ischys, Sohn des Elatos. Der Vogel meldete dies sofort seinem Herrn. Apollon wurde wütend und bestrafte den Überbringer dieser schlechten Botschaft. Er veränderte die Farbe des Vogels in Schwarz, verdammte das arme Tier zu krächzen anstatt zu singen und fortan bevorstehendes Unheil anzuzeigen. Seither trägt dieser Vogel auch den Namen der Untreuen: Corvus corone corone – die Rabenkrähe. Michael Grant, John Hazel. Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. München 1997Report

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