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Ist die Zeit der Bundesratsbesuche zur Eröffnung der Baselworld abgelaufen? (Bild: Keystone)

Basel

Lässt der Bundesrat die Baselworld sausen?

Die Teilnahme eines Bundesrates an der Muba-Eröffnung ist noch offen. Doch auch die Baselworld wird dieses Jahr vielleicht ohne Regierungsmitglied eingeläutet.

Die wichtigste Basler Messe, die Baselworld, wird dieses Jahr eventuell ohne einen Bundesrat eröffnet. Ähnlich wie bei der Muba haben die Verantwortlichen der Uhren- und Schmuckmesse noch keine Antwort aus Bundesbern erhalten.

Die Argumentation aus Bern: Aufgrund der Rücktritte und den damit verbundenen Rochaden in den Departementen verzögere sich der Entscheid, schreibt Messesprecherin Marie Kuttler auf Anfrage.

Seit 13 Jahren anwesend

Wird nun auch die Baselworld von Bern aussen vor gelassen? Telebasel hat beim Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Christoph Brutschin, nachgehakt, doch dieser will sich dazu nicht äussern. Er verweist an die Messeleitung, sie habe in diesem Fall die Fäden in der Hand. Kein gutes Zeichen. Bis zum Start der Messe dauert es noch rund zwei Monate.

Trifft es zu, dass 2019 kein Bundesrat zur Eröffnung der Baselworld den Weg nach Basel antritt, könnte das als weiterer Schritt in Richtung Irrelevanz der Messe gedeutet werden. Seit 2005 ist nämlich jeweils ein Bundesratsmitglied bei der Baselworld Opening Ceremony dabei, teilt Marie Kuttler weiter mit.

Die Krise geht weiter

Die Baselworld befindet sich auf Talfahrt. 2018 hatte die Messe noch halb so viele Aussteller wie in den Vorjahren. Doch auch für die diesjährige Ausgabe haben weitere Aussteller abgesagt. Darunter auch der Schweizer Uhren-Gigant Swatch. Uhrenmessen seien laut CEO Nick Hayek nicht mehr sinnvoll.

Nick Hayek kritisiert zudem die Leitung und Ausführung der Messe. Die Messebetreiber seien zu sehr damit beschäftigt, das neu gebaute Messegebäude zu optimieren und zu finanzieren, doch «wir sind nicht dazu da, eine teure Halle von Herzog & de Meuron zu amortisieren», so Hayek im Gespräch mit der NZZ am Sonntag.

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