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Der Telebasel News Beitrag vom 15. Januar 2019.

Region

Das ändert sich für Sie als Patient

Beinbruch: Wo müssen Sie hin? Wo kommen Sie hin, wenn operiert werden muss? Die Spitalfusion bringt Änderungen mit sich. Telebasel zeigt, welche.

Ein falscher Schritt und schon ist es passiert: Das Bein ist gebrochen. Der Weg in die nächste Notfallstation ist meist nicht lang. Meistens werden Sie auch gleich dort behandelt, wo sie in die Notfallaufnahme kamen. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Kommt es am 10. Februar 2019 zu einem «Ja» zur Spitalfusion, setzen die Spitäler Laufen, Liestal, Bruderholz und das Universitätsspital Basel jeweils auf Schwerpunkte. Jedes Spital bekommt eine eigene Aufgabe. Da die Spitäler nach der Fusion alle vernetzt wären, könne so die gesamte Gesundheitsversorgung im Baselbiet und in Basel-Stadt abgedeckt werden. Das sind die Standorte:

Basel

Der Standort Basel bleibt der Maximalversorger. Mit einer Notfallstation, die rund um die Uhr geöffnet bleibt, können hier Patienten aufgenommen und behandelt werden. Auch komplexe Eingriffe sollen künftig hier möglich sein. Lebensbedrohliche Fälle aus Liestal, Laufen oder auch aus dem Bruderholz, die komplexe Eingriffe erfordern, werden ins Universitätsspital Basel überstellt.

Liestal

Das Kantonsspital in Liestal bleibt ebenfalls ein Grundversorger, der die meisten Fälle bei sich behalten kann. Auch diese Notfallstation bleibt rund um die Uhr geöffnet.

Laufen

Für Laufen war in der Spitalgruppe eigentlich nur eine «Walk-In-Klinik» vorgesehen, also ein kleine Notfallstation, die abends schliesst. Die Laufener haben sich dagegen erfolgreich gewehrt und behalten nun ihre Notfallstation rund um die Uhr. Künftig soll Laufen als Schmerzklinik dienen, die Patienten bei sich aufnimmt, deren Schmerz nicht sofort lokalisierbar ist oder die chronische Schmerzen haben. Zudem wird die geriatrische Rehabilitation weitergeführt.

Bruderholz

Die grösste Veränderung müsste das Bruderholzspital durchmachen. Hier sind ein ambulanter Gesundheitscampus mit einer Tagesklinik für operative und interventionelle Eingriffe (TOP) und eine «Walk-In-Klinik» geplant. Das Bruderholz wird also zum Ambulatorium.

Personen, deren Eingriffe und Genesung nicht länger als einen Tag dauern, werden hierher geschickt. Der Fokus soll beim Spital Bruderholz auf der Orthopädie liegen. Auch die Rehabilitation am Bewegungsapparat soll hier angesiedelt werden.

Was diese Veränderungen für Sie konkret als Patient bedeuten, erfahren Sie oben im Video.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2019, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung.

1 Kommentar

  1. Wann versteht man es endlich, dass es in Zukunft keine Überkapazität geben wird! Als Bsp. die Orthopädiefälle von Basel-Land und Basel-Stadt werden lediglich zusammen an einem Standort konzentriert. Das wiederum heisst, die Fallzahlen sind ja schon vorhanden! Dass die Privatspitäler dagegen sind ist klar, denn sie können ja nicht mit gesundem Wettbewerb leben, sondern wollen die alleinige Macht auf dem Markt. Verstehe ich absolut nicht, wie man die breite Bevölkerung in die Privatspitäler locken will.Report

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