Neue Regeln bei extremer Hitze: An den Australian Open kommt eine neue «Hitzestress-Skala» zum Einsatz. Wird ein bestimmter Wert überschritten, können Spiele unterbrochen werden. Im Bild: Gaël Monfils (Bild: Keystone)

International

Das ist 2019 neu an den Australian Open

Bei den Australian Open gibt es in diesem Jahr eine Vielzahl von Neuerungen, die auch der (TV-)Zuschauer merken wird.

Eine kleine, nicht vollständige Übersicht:

Tiebreak im Entscheidungssatz

Ein 5. (Männer) oder 3. Satz (Frauen) wird nicht mehr über 6:6 hinaus ausgespielt. Steht es 6:6 folgt neu ein Match-Tiebreak auf zehn Punkte. Damit gibt es bei den vier Grand Slam-Turnieren vier verschiedene Modi für das Ende eines Entscheidungssatzes.

Bei den French Open wird ohne Tiebreak ausgespielt, in Wimbledon gibt es bei 12:12 ein reguläres Tiebreak und bei den US Open gibt es bei 6:6 ein reguläres Tiebreak.

Hitzeregel

Die Hitzeregel wurde angepasst. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern wurde eine so genannte «Hitzestress-Skala» entwickelt, die auf vier Faktoren basiert: Lufttemperatur, Hitzestrahlung, Luftfeuchtigkeit und Windstärke.

Es ist also nicht die reine Temperatur entscheidend, auch die Luftfeuchtigkeit ist ein wichtiger Faktor. Wird auf dieser Skala ein Faktor zwischen 4,0 und 5,0 erreicht, gibt es nach dem 3. (Männer) oder 2. Satz (Frauen) eine zehnminütige Pause.

Steigt der Wert auf 5,0 oder höher, werden Spiele auf den Aussenplätzen nicht mehr begonnen. Angefangene Matches werden unterbrochen, sobald eine gerade Anzahl Games in einem Satz erreicht oder ein angefangenes Tiebreak beendet ist. Auf den drei Courts mit schliessbarem Dach gilt dieselbe Regel, um das Dach zu schliessen.

Shot Clock

Auf allen Plätzen gibt es eine Shot Clock, welche die Zeit zwischen zwei Punkten herunterzählt. Der Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin entscheidet, wann die Uhr nach dem Ende des letzten Punktes zu laufen beginnt. Ab dann hat ein Spieler oder eine Spielerin 25 Sekunden Zeit, um das Spiel fortzusetzen.

Bei der ersten Zeitüberschreitung gibt es eine Zeitverwarnung, die noch ohne Konsequenzen bleibt. Ab der zweiten Überschreitung wird der Service als Fehler gewertet (er verliert also den ersten Aufschlag), wenn es den Aufschläger betrifft. Wenn es den Returnspieler betrifft, verliert er den Punkt.

Preisgeld

Im Vergleich zum letzten Jahr wurde das Preisgeld der Australian Open von 55 Millionen auf 60,5 Millionen australische Dollar (rund 42,95 Mio. Franken) erhöht. Das ist eine Erhöhung um zehn Prozent.

Die Sieger der Männer- und Fraueneinzel erhalten je 4,1 Mio. Dollar (plus 100’000). Prozentual am grössten ist die Zunahme des Preisgelds für die Erstrunden-Verlierer. Sie kassieren neu ein Viertel mehr (75’000 Dollar).

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*