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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Januar 2018.

Basel

Darum geht es bei der Spitalfusion

Am 10. Februar 2019 ist Tag der Entscheidung. Dann stimmt die Bevölkerung der beiden Basel über die geplante Spitalfusion ab. Aber: Worum geht es eigentlich?

Soll es in Zukunft eine Spitalgruppe Nordwestschweiz geben? Entstanden aus der Fusion des Basler Unispitals mit dem Kantonsspital Baselland? Darüber stimmt die Bevölkerung der beiden Basel am 10. Februar 2019 ab. Worum es dabei aber genau geht, wissen viele im Moment noch nicht.

Das Kantonsspital Liestal, das Spital auf dem Bruderholz und das Unispital Basel bieten im Moment fast alles an. Mit der Fusion soll es in Zukunft an jedem Standort einen Schwerpunkt geben. Notfallstationen rund um die Uhr soll es dann noch in Basel, Laufen und Liestal geben. In Laufen liege der Schwerpunkt dann auf der Schmerztherapie und der geriatrischen Rehabilitation. Auf dem Bruderholz gibt es neu ein Ambulatorium. Auch die Orthopädie soll dort zusammenkommen.

Direktoren stehen hinter Idee

Voll und ganz hinter dieser Idee stehen die beiden Direktoren des Basler Unispitals und des Kantonsspitals Baselland in Liestal. Sie wollen in Zukunft gemeinsame Sache machen und so Millionen sparen.

Auch die beiden Regierungsräte der Gesundheitsdepartemente in Baselland und Basel-Stadt stehen voll hinter der Idee einer Spitalgruppe. Drei Ziele wollen sie damit erreichen:

  • Optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung
  • Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich
  • langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region

Weil die Spitäler zusammen weniger Infrastruktur brauchen, sollen so 70 Millionen pro Jahr eingespart werden. Wie die Zahl genau zu Stande kommt, sei nicht klar, kontern die Gegner der Fusion. Das müsse man im Detail als Stimmbürger aber auch gar nicht wissen, sagt Lukas Engelberger. «Man müsste vor allem das Prinzip nachvollziehen können, dass, wenn die Behandlungen an weniger Orten konzentriert werden, diese dafür besser ausgelastet sind, dass das dann insgesamt günstiger kommen wird».

Unispital Nordwest wird Aktiengesellschaft

Die Kosten bei Privatspitälern und Hausarztpraxen bleiben aber gleich. «Das ist natürlich auch ein Teil der Gesundheitskosten, und man kann nicht erwarten, dass mit so einer Fusion das Problem der Kostenentwicklung gelöst wird».

Kommt es zu einer Fusion, wird das Unispital Nordwest eine Aktiengesellschaft mit öffentlichem Zweck. Aufgeteilt zu einem Drittel beim Kanton Baselland und zu zwei Dritteln bei Basel-Stadt. Wobei sich das noch ändern könnte.

«Weil man dann auch Dritte beteiligen könnte in Zukunft. Ich glaube längerfristig müssen wir den Kreis weiter machen. Ich denke da an Spitäler des Kantons Aargau oder des Kantons Solothurn oder des Kantons Jura». Zuerst brauche es aber ein Ja zur Spitalfusion, damit das Kantonsspital Baselland und das Unispital Basel-Stadt zusammenkommen.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2019, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung.

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