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Der Telebasel Sport-Beitrag vom 13. Januar 2018.

Basel

Martin Fuchs gewinnt Weltcupspringen am CSI Basel

Der Gewinner des Weltcupspringens am CSI Basel heisst Martin Fuchs. Der 26-jährige Zürcher setzte sich auf Clooney im Stechen gegen zwei weitere Paare durch.

Der 26-jährige Zürcher Martin Fuchs setzte sich in der mit 210’000 Franken dotierten Hauptprüfung des viertägigen Events am Rheinknie im Stechen gegen zwei weitere Paare souverän durch.

Der WM-Zweite von Tryon 2018 sorgte auch im Jahr 2019 gleich für ein Glanzlicht. Martin Fuchs blieb am Sonntag in der St. Jakobshalle ohne jeglichen Makel. Als letzter Reiter hielt der Schweizer dem Druck stand und sicherte sich mit einem flotten Ritt seinen zweiten Triumph in einem Weltcupspringen – die Premiere hatte er vergangenen November in Lyon gefeiert.

«Ich wusste genau, was ich wann machen werde. Ich konnte mir das Stechen einteilen, weil ich nicht das volle Risiko eingehen musste», sagte Martin Fuchs. Er hatte die Ritte der beiden Konkurrenten Marc Houtzager mit Calimero und Pieter Devos auf Apart am TV-Bildschirm mitverfolgt und kurz vor dem Einreiten mit seinem Vater Thomas die Taktik nochmals besprochen.

Marc Houtzager liefert Vorgabe

Die Vorgabe für Fuchs hatte der Niederländer Marc Houtzager geliefert, der als erster Reiter des Stechens in 38,84 Sekunden eine zweite Nullfehlerrunde zeigte, aber nicht allzu schnell unterwegs war. Der Belgier Pieter Devos mit Apart fiel nach einem Abwurf aus der Entscheidung. Martin Fuchs ritt danach um über eine Sekunde schneller als Houtzager.

Im Normalparcours war die Zeit eng bemessen, auch Fuchs hatte den Cut nur knapp geschafft. Vier Paaren blieb die Teilnahme am Stechen wegen einer Zeitüberschreitung verwehrt, unter ihnen auch Nadja Peter Steiner im Sattel von Saura de Fondcombe.

Der Weltranglisten-Erste Steve Guerdat ritt nicht wie geplant auf Ulysse, sondern mit Venard de Cerisy. Der Jurassier hatte sich während der Hauptprüfung vom Samstagabend anders entschieden. Nach einem Nullfehlerritt mit dem erst zehnjährigen Wallach verzichtete er auf das Stechen, schonte Venard de Cerisy und ritt ihn am Sonntag erstmals auf Weltcup-Niveau.

Der Fehler des sprunggewaltigen und mit einer schnellen Galoppade ausgestatteten Vierbeiners kam erst beim zweitletzten Hindernis. Immerhin klassierte sich Steve Guerdat als Zehnter noch im Preisgeld. Ebenfalls ein paar tausend Franken erhielt Pius Schwizer als Zwölfter. Auch der Solothurner scheiterte mit dem 10-jährigen Cortney Cox erst am zweitletzten Hindernis.

Fix in Göteborg dabei

Martin Fuchs ist wie Steve Guerdat fix für den Weltcupfinal im April in Göteborg qualifiziert. Der Weltcup der Springreiter wird in den Wintermonaten ausgetragen und gilt als Hallen-Weltmeisterschaft. Basel bildete die 10. von insgesamt 13 Stationen, die ein Weltcupspringen anbieten. Für die Reiter aus Westeuropa gelangen die besten sieben Resultate in die Wertung, die Top 18 qualifizieren sich für Göteborg.

Ob Fuchs in Schweden beim zweitwichtigsten Championat das Jahres nach den Europameisterschaften in Rotterdam auf Clooney oder Chaplin setzen wird, steht noch nicht fest. Am kommenden Wochenende in Leipzig wird der junge Zürcher Chaplin reiten, danach kehrt er Europa für zweieinhalb Monate den Rücken. Der Sieger von Basel fliegt mit Clooney und weiteren Pferden in die USA und wird bis Ende März in Wellington in Florida trainieren.

Martin Fuchs hatte bereits im vergangenen Jahr auf seinem Schimmel die Hauptprüfung von Basel gewonnen. Damals zählte der Event am Rheinknie noch nicht zum Weltcup. Erst nach dem Rückzug des Turniers von Zürich wurde der Platz in dieser Liga frei.

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