Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 12. Januar 2019.

Basel

Striptease, Doppeladler und Fasnachts-Ghetto

Das Pfyfferli nimmt das Baselbiet, die Nati und das Fasnachts-Comité aufs Korn. Die Rahmenstücke drehen sich auch um China und die Digitalisierung.

Das Pfyfferli liefert rabenschwarze Pointen zum Sterbehilfe-Tourismus. Der rote Faden der Vorfasnachtsveranstaltung ist diesmal das Reich der Mitte. Dabei bekommen aber nicht nur die Chinesen, sondern auch die Baselbieter ihr Fett weg.

Bei der Vorfasnachtsveranstaltung im Theater Fauteuil bleibt’s aber nicht bei den Seitenhieben gegen die Nachbarn. Das Raamestiggli, das am meisten Applaus erntet, dreht sich etwa um die Tücken der Digitalisierung. Salomé Jantz spielt eine überforderte Rentnerin, die in den Schlaufen einer Hotline hängen bleibt – eine Hommage an César Keiser.

Strippendes Comité

Bei anderen Nummern, etwa zum Thema Detox-Kuren, mag der Funken nicht so richtig rüberspringen. Dafür punktet das Schauspiel-Ensemble von Caroline Rasser im zweiten Teil mit musikalischen Rahmenstücken. So wird die Joe Cocker-Version von Randy Newmans «You Can Leave Your Hat on» aufs Comité gemünzt.

Die graue Eminenz hat ihre Steifigkeit satt und lässt die Hüllen fallen – ausser eben den obligaten Hut. Und mit «In The Fasnachtsghetto» – frei nach Elvis – besingen die Schauspieler die Lebensgeschichte eines Jungen aus dem Cliquenmilieu. Witzige Ideen also, diese Gassenhauer mit dem Humor des Absurden auf die «drey scheenschte Dääg» zu münzen.

Natürlich dürfen auch die Schnitzelbänke nicht fehlen. Dr Heiri und dr Spitzbueb widmen sich in ihren Versen etwa dem Baby im Grossratssaal und dem Doppeladler in der Nati. Die Chriesibuebe und die Barfiessler runden das Ganze mit Tambouren- und Pfyffernummern ab.

(Video: Telebasel)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant