(Bild: Keystone)

International

Harley-Davidson stellt erstes Elektro-Motorrad vor

Die Marke springt damit auf den Umschwung der Branche zur Elektromobilität auf. Das Modell beeindruckt mit der Leistung und auch mit dem Preis.

Die Reichweite einer Batterieladung gibt Harley-Davidson mit 110 Meilen (rund 177 Kilometer) an – weist aber darauf hin, dass die Werte beim Serienmodell abweichen und auch vom Wetter abhängen könnten. Die Akkus können sowohl zuhause an der Steckdose als auch an Schnellade-Stationen aufgefüllt werden.

Harley-Davidson präsentierte das Motorrad am Montag auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zusammen mit dem japanischen Elektronik-Konzern Panasonic, der wichtige Technik unter anderem für die Vernetzung beisteuert. So kann man per Smartphone-App nicht nur den Ladestand prüfen, sondern bekommt auch eine Benachrichtigung, wenn das Motorrad umgestossen oder bewegt wurde. Dieser Online-Dienst mit dem Namen «H-D Connect» werde aber nicht in allen Märkten verfügbar sein, schränkte Harley-Davidson ein.

Absatzprobleme

Harley-Davidson gilt als eine amerikanische Industrie-Ikone, kämpfte zuletzt aber mit Absatzproblemen im Heimatmarkt. Das internationale Geschäft wird für die Firma immer wichtiger, während die jüngeren Amerikaner weniger Interesse an den Motorrädern zeigten. So ist das elektrische LiveWire-Modell auch eine Chance, wieder jüngere Käuferschichten anzusprechen.

Harley-Davidson ist nicht der erste Zweirad-Hersteller, der elektrische Modelle baut. Früher damit auf dem Markt waren unter anderem der amerikanische Harley-Konkurrent Victory Motorcycles, der 2017 aus dem Geschäft ging, sowie der Herausforderer Zero Motorcycles. Ausserdem kommt gerade ein Elektro-Motoroller der Marke Vespa auf den Markt.

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