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Der Telebasel News-Beitrag vom 10. Januar 2018.

Basel

Privatspitäler gegen Spitalfusion

Steigende Krankenkassenprämien und höhere Steuern: Das Komitee «Nein zur Spital-Fusion» wies am Donnerstag auf die «hohen Risiken» der Spitalfusion hin.

Bei einem Ja würden die Krankenkassenprämien und die Steuern ins Unermessliche steigen, zeigen sich die die Fusions-Gegner überzeugt. Das Nein sei eine Chance für eine effiziente, kostengünstige und flexible Netzwerk-Lösung zwischen öffentlichen und privaten Spitälern, heisst es in einer Medienmitteilung von «Nein zur Spital-Fusion» vom Donnerstag, 10. Januar 2019.

Spital-Koloss

Zum Komitee gehören rund 30 Personen: Ärzte, Pflegende, Politiker sowie die Präsidenten der Privatspitäler Basel-Stadt und Baselland. «Wir teilen die Ziele, wie die langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region, die optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und eine deutliche Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich. Mit der vorgeschlagenen Fusion der öffentlichen Spitäler können diese Ziele jedoch nicht erreicht werden», sagt Stephan Bachmann, Präsident der Basler Privatspitäler-Vereinigung (BSPV), gemäss Medienmitteilung.

Die Fusion schaffe laut Nein-Komitee einen Spital-Koloss mit 72 Prozent Marktanteil. Der Qualitäts- und Preiswettbewerb werde gemindert. Dagegen seien Ineffizienz und hohe Kosten zu erwarten.

Kritikpunkt Bruderholz

Kritisiert wird vom Komitee «Nein zur Spital-Fusion» auch der Standort Bruderholz. Dort werden laut Mitteilung «teure Doppelspurigkeiten erhalten und aufgebaut». Der Standort sei ausserdem schlecht mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen.

Sollte die Fusion scheitern, könne der Vertrag erst nach 15 Jahren aufgelöst werden. Das fusionierte Spital würde aber weitergeführt werden, trotz des gekündigten Vertrages, so die Gegner. «Der Vertrag ist de facto unkündbar», wird Bachmann in der Mitteilung zitiert. Darum brauche es laut Nein-Komitee eine Alternative.

Kooperationen anstatt Fusion

Das Komitee bringt auch einen Gegenvorschlag: Anstelle der Fusion sollten Kooperationen zwischen den öffentlichen und privaten Spitälern geschaffen werden. Ein «Musterbeispiel» sei Clarunis, eine Zusammenarbeit zwischen dem Unispital Basel und dem Claraspital.

Pro-Komitee

Auch die Befürworter der Spitalfusion haben bereits ihre Argumente kundgetan. Telebasel berichtete. Die Argumente des Pro-Komitees sind nicht neu. Mit der gemeinsamen Spitalgruppe sollen vor allem drei Dinge erreicht werden: Zugang zu qualitativ hochstehenden medizinischen Leistungen, die  Dämpfung des Kostenwachstums im Gesundheitswesen und der langfristige Erhalt von Arbeitsplätzen.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2018, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

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