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Pascal Pfister, Christine Frey und Lukas Engelberger diskutierten im Sonntagstalk vom 16. September 2018 über die geplante Spitalfusion. (Video: Telebasel)

Basel

«Die Spitalfusion wird als alternativlose Variante präsentiert»

Am 10. Februar stimmt die Bevölkerung über die Spitalfusion ab. Im September 2018 verteidigte Lukas Engelberger die Fusion vor zwei Kritikern im Sonntags-Talk.

Die beiden Gesundheitsdirektoren Thomas Weber, SVP Baselland, und Lukas Engelberger, CVP Basel-Stadt, durften im September 2018 jubeln. Damals sagte der Landrat und der Grosse Rat Ja zur geplanten Spitalfusion. Am 10. Februar 2019 stimmt die Bevölkerung über die Staatsverträge zur Fusion der öffentlichen Spitäler Basel-Stadt und Baselland ab.

Engelberger stellt sich der Kritik

Letzten September musste Engelberger die geplante Spitalgruppe im Telebasel Sonntags-Talk vor seinen Kritikern Christine Frey, FDP-Landrätin, und SP Grossrat Pascal Pfister. Prämien- und Steuerzahler sowie letzten Endes auch Staatsbürger sollen den Zusammenschluss zu spüren bekommen. «Wir reden hier von Unternehmen, die den Kantonen gehören. Diese sind mit grossen Risiken verbunden, sollte etwas schief gehen. Mit der Spitalfusion sind sie solide aufgestellt für eine erfolgreiche Zukunft», so Engelberger.

Damit ist Frey überhaupt nicht einverstanden. «Unser Problem ist, dass die Spitalfusion als alternativlose Variante präsentiert wird». Wichtig sei auch die Unterscheidung zwischen Baselland uns Basel-Stadt. Beide Halbkantone hätten eine unterschiedliche Motivation, diese Fusion als Lösung zu betrachten. «Basel-Stadt braucht im Unispital genügend Fälle und Baselland hat ein Kantonsspital, dem es nicht so gut geht», argumentiert Frey.

Privatspitäler integrieren

Ihre Kritik besteht vor allem darin, das mit der Fusion von drei Standorten im Baselland 2012, keines der erhofften Ziele erreicht wurde. «Jetzt möchte man in ein noch grösseres Konstrukt flüchten. Dort erwartet man die Lösung, die schon damals nicht funktioniert hat». Geht es nach Pascal Pfister und der SP sollte das Gesamtsystem betrachtet werden.

So habe Basel-Stadt viele Privatspitäler, die auch integriert werden müssten in diesen Prozess. «Man muss gemeinsam mit den Privatspitälern Schwerpunkte setzen», so Pfister. Die geplanten Ziele, insbesondere die Kostensenkung, würden so nicht funktionieren. «Es entsteht ein Koloss, der am Ende nur teurer wird und den Wettbewerb zwischen den Privatspitälern anheizt.

«Es ist ein Gewinn für die ganze Region»

Engelberger verteidigt: «Ziel ist es nicht nur, Kosten zu senken, sondern auch die Leistungen zu verbessern und die Spitzenmediziin für unsere Region zu sichern». Dass von der geplanten Fusion nur Basel-Stadt profitiere, sei ein Missverständis. «Es ist ein Gewinn für die ganze Region». Was die Zusammenarbeit mit den Privatspitälern angeht, ist auch Engelberger der Meinung, dass das ein wichtiger Punkt ist. Das sei aber keine Alternative, sondern geschehe kumulativ. «Nur mit vertraglichen Konstrukten kann man aber nicht die nötige Integration schaffen», so Engelberger. «Man braucht ein gemeinsames Unternehmen».

Die ganze heisse Diskussion zum Thema Spitalfusion zwischen Lukas Engelberger, Christine Frey und Pascal Pfister sehen Sie im Video.

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2018, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

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