Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 22. März 2018.

Region

Wo die Fusion schon Realität ist

Die geplante Spitalfusion gibt zu Reden. Die Augenkliniken von Basel und Liestal arbeiten bereits seit über einem Jahr zusammen.

Spitäler sollen fusionieren, nur so bekommt man die Gesundheitskosten in den Griff. Das ist die Idee der Regierungen in Basel und Baselland. Die Spitalfusion wird derzeit breit diskutiert, am 10. Februar kommt sie an die Urne. Bereits jetzt haben sich aber Spitäler zusammengeschlossen: Die Augenkliniken von Basel und Liestal. Sie arbeiten nämlich seit einem Jahr zusammen.

Medizinische Leistung im Vordergrund

Im Augenspital Basel arbeitet wegen des Kooperations-Vertrags der Chefarzt der Baselbieter Augenklinik, Christian Prünte. Seit einem Jahr ist er auch Chefarzt der Basler Augenklinik. In dieser Doppel-Funktion kann er abschätzen, ob die Fusion das Gesundheitssystem billiger macht: «Verändern tut sich bei den heutigen Tarifen nicht viel. Es geht darum, welche medizinische Leistung man erbringt. Wir können aber die Kompetenzen der Ärzte aus einem viel grösseren Pool für alle unsere Patienten sinnvoll einsetzen.»

Christian Prünte findet ein Argument, dass die Fusion auch Ersparnis gebracht hat: «Grundsätzlich kann man gut einsparen, weil man die Spezialisten nicht alle doppelt besetzen muss. Für das gleiche Fachgebiet braucht es nicht einen Spezialisten in Liestal und Basel, sondern das Team kann die Dienstleistung an beiden Orten anbringen. Insofern ist eine Ersparnis realisierbar.»

Offenbar hat man verworfen, die Augenklinik statt an zwei nur an einem einzigen Standort zu führen: «In der Augenheilkunde ist es schwierig, weil es ein ambulantes Geschäft ist. Die Patienten wollen nah am Wohnort versorgt werden. Die Bereitschaft zu Mobilität ist nicht gross.»

Sparpotential vorhanden

Mobil muss er selber sein. Einen Tag ist Christian Prünte in Basel, und an einem anderen Tag geht er mit seinem Team in die Augenklinik nach Liestal. Die Umstellung sei für ihn gering, weil beide sehr ähnlich seien: «Die Unterschiede in der Infrastruktur sind sehr klein. Wir haben an beiden Orten einen modernen Operationssaal. Das heisst, wir können jede Operation an beiden Standorten durchführen. Die Vorteile einer Fusion der Klinken sind also auf den ersten Blick nicht augenfällig. Sparpotential ergibt sich erst, wenn man weniger Personal benötigt.»

Die Telebasel Themenwoche «Spitalfusion» ab Montag, 14. Januar 2019, täglich ab 18:30 Uhr in den News, am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 19:40 Uhr im Report und am Samstag, 19. Januar 2018, ab 19:15 Uhr in einer Spezialsendung. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant