(Bild: Keystone)

Basel

Die letzte Bewährung für Koller?

Der FCB befindet sich in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Endlich Zeit für Marcel Koller, dem Team seinen Spielstil einzuverleiben.

Das Problem mit der Fitness? Beantwortet. Die Kader-Frage? Mehr oder weniger beantwortet. Die Trainer-Frage? Noch nicht beantwortet. Die Situation um Marcel Koller hat sich über Weihnachten und Neujahr medial beruhigt. Soll nicht heissen, dass die Angelegenheit bei den kleinsten Anzeichen von Misserfolg wieder wie ein Tsunami dahergebraust kommt. Aber in der Zwischenzeit hat der FCB-Übungsleiter die nötige Zeit, sein Team auf den richtigen Weg zu bringen.

Kein Zeitmangel mehr

Mangelnde Zeit war stets die Begründung für die magere taktische und spielerische Qualität des FCBs in der Hinrunde. Keine Zeit für Trainings. Nie seien die gleichen Spieler mal über einen gewissen Zeitraum fit. Die Überlegungen des Trainers verlaufen aus kadertechnischen Gründen im Sande. Nun aber hat die Stunde von Marcel Koller geschlagen. Knapp einen Monat hat der Zürcher in dieser Vorbereitung Zeit, seinen Mannen seine Philosophie oder den Spielstil einzuimpfen. Wenn ihm das nicht gelingt, droht der ganz grosse Absturz.

Die Handschrift des Trainers muss erkennbar werden. Diese Floskel klingt zwar doof, scheint aktuell aber wie auf den FC Basel zugeschnitten. Mit dem neu verpflichteten Fitness-Trainerteam sollten die Schwächeanfälle der Spieler ab der 70. Minute ein Ende haben. Neben dem Training auf physischer Ebene beginnt nun die grosse Schleiferei auf spielerischer Ebene. Keine Ausreden mehr. Es muss zum Start der Rückrunde eine Entwicklung stattgefunden haben, sonst katapultiert sich Koller automatisch wieder in den Fokus.

Die Kader-Frage

Bis jetzt scheint es ruhig in Sachen Transfers. Doch das war vergangenes Jahr vor dem Abflug nach Marbella auch schon so. Dann verliessen mit Manuel Akanji und Renato Steffen zwei Eckpfeiler das Team und die wurden nie adäquat ersetzt. Ganz zum Ärger des damaligen FCB-Trainers Raphael Wicky. Dieser Gefahr scheint Rotblau diese Saison weniger ausgesetzt. Es scheint sich kein Spieler ins Rampenlicht gespielt zu haben.

Fraglich ist, ob sich der FC Basel noch verstärkt. Am meisten Bedarf scheint Rotblau in der Verteidigung zu haben – dort allerdings nur verletzungsbedingt. Bis vor kurzem schien der Argentinier Alexander Barboza ein heisser Kandidat zu sein. Obwohl der FCB bereits sechs Innenverteidiger unter Vertrag hat.

Aber mehr als vier Millionen Franken für einen Lückenbüsser ausgeben? Zu einem Zeitpunkt, an dem man offiziell den Meisteritel bereits abgeschrieben hat? Kaum zu glauben, dass der FCB da zuschlagen wird. Da gäbe es im Sommer finanziell attraktivere Varianten.

2 Kommentare

  1. Marcel Koller sollte nicht in Frage gestellt werden. Die vielen Ferletzungen sollten mit den neuen konditions und Fitness Trainern auch vorbei sein. Also Zuversichtlich sein!!Report

  2. Wiso Barboza erst im Sommer? Jeder weiss das Sudamericanos eine Anlaufzeit brauchen! Und falls Suchys Vertrag nicht verlängert wird hätte man einen Topmann in der Hinterhand welcher öangsam angekommen sein sollte. Ausserdem war die Verteidigung alles andere als Sattelfest im Herbst. Ich würde mich da verstärken und azsmisten. Kaiser ausleihen, Balanta als DM mut Suchy nicht verlängern und sehe da ist plötzlich Platz für Barboza. Und Zambrano hat man auch noch “NUR” ausgeliehen. Dazu noch einen Spielmacher zbsp. Vargas oder Barco. Träumen darf man.Report

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