Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 6. Januar 2019.

Basel

Basler Gold-Altartafel findet zurück nach Hause

Das Original der goldenen Altartafel aus dem Basler Münster kommt für eine Ausstellung zurück. Basel besitzt von dem Schatz nur noch die Kopien.

«Eine zweite solche Ausstellung werde ich nicht mehr machen können», schwärmt der Direktor des Historischen Museums, Marc Fehlmann. Ab Oktober präsentiert das Historische Museum eine Ausstellung mit 100 Kunst-Objekten aus dem Frühmittelalter, respektive zur Zeit Kaiser Heinrich II. Darunter ist die goldene Altartafel aus dem Basler Münster, die zum ersten Mal im Basler Kunstmuseum gezeigt wird.

Dies im Rahmen der Jubiläums-Feierlichkeiten für das Basler Münster, das  Kaiser Heinrich II und seine Frau Kunigunde vor tausend Jahren eingeweiht hatten. Die Altartafel hat eine lange Geschichte hinter sich, wie Barbara Schellewald schreibt, die Professorin für Ältere Kunstgeschichte an der Universität Basel ist.

Teilung des Münsterschatzes

Bei der Kantonstrennung 1833 mussten die Basler zwei Drittel des Münsterschatzes an die Baselbieter abtreten. Da jene in Geldnot waren, verkauften sie ihren Teil des Münsterschatzes, der seither auf der ganzen Welt verstreut ist. Die Altartafel des Basler Münsters gehört heute beispielsweise dem Pariser National-Museum für Mittelalter, dem Musé Cuny.

Für die Münsterfeierlichkeiten wird sie zum ersten Mal wieder für kurze Zeit in Basel zu sehen sein. Es ist das einzige Objekt aus dem Münsterschatz, das in der grossen Ausstellung zu sehen sein wird.

Historisches im Kunstmuseum

Die Ausstellung «Gold und Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit» organisiert das Historische Museum in Basel. Gezeigt wird sie aber vom 11. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020 im Basler Kunstmuseum. Der Erweiterungsbau des Kunstmuseums habe die besseren Bedingungen punkto Sicherheit und Klima, so Marc Fehlmann. Der Versicherungswert der hundert Objekte wird auf eine Milliarde Franken geschätzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*