(Bild: Keystone)

International

Mindestens acht Tote bei Gasexplosion in Magnitogorsk

Die Suche nach der Ursache einer Gasexplosion im russischen Magnitogorsk kommt langsam voran. Das Unglück kostete mindestens acht Menschen das Leben.

Bis am Mittag des Neujahrstages wurden acht Leichen geborgen. Doch dann stellten die Helfer vorübergehend die Suche nach Vermissten ein, wie ein Sprecher des Zivilschutzes mitteilte.

Stattdessen räumten die Helfer hängende Trümmerteile ab, die auf die Unglücksstelle zu stürzen drohten. Die Explosion hatte am Vortag einen Aufgang eines langgestreckten Wohnhauses wie ein Kartenhaus zusammenbrechen lassen.

Nach Zählung der russischen Behörden ist das Schicksal von mehr als 35 Menschen immer noch ungeklärt. Befürchtet wird, dass viele von ihnen unter den Trümmern verschüttet liegen.

Präsident Wladimir Putin reiste nach dem Unglück in die Industriestadt etwa 1400 Kilometer östlich von Moskau. Er informierte sich über die Rettungsarbeiten und sprach in einem Spital mit Verletzten.

Retter hatten in einem Wettlauf mit der Zeit nach Verschütteten gesucht, weil Überlebenden bei minus 27 Grad in der Nacht und minus 19 bei Tage der Tod durch Erfrieren drohte. Die Explosion hatte sich um 4.00 Uhr Ortszeit (Mitternacht Schweizer Zeit) ereignet.

In russischen Wohnhäusern kommt es immer wieder zu Gasexplosionen. Magnitogorsk gilt wegen seiner Stahlindustrie und Metallurgie als eine der am stärksten verschmutzten Städte weltweit.

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