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International

So feiert die Welt den Jahreswechsel

Die einen essen Trauben zu Glockenschlägen, die anderen tragen rote Unterwäsche: Neujahr wird auf der Welt ganz unterschiedlich gefeiert. Auch in Basel.

Für die meisten Menschen auf der Welt beginnt das neue Jahr am 1. Januar. In vielen Ländern hat sich zum Jahreswechsel traditionelles Brauchtum erhalten. Wir zeigen Ihnen einige Beispiele aus verschiedenen Ländern.

Österreich

Zum Jahreswechsel ist es in Österreich beliebt, Glücksbringer, etwa Schweinchen aus Schokolade oder Marzipan, zu verschenken. Ist der Countdown zum neuen Jahr abgelaufen, erklingt der Donauwalzer im TV. Am 1. Januar vormittags ist das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ein Klassiker im Fernsehen. Es wird in Dutzende Länder übertragen.

(Video: Youtube)

Italien

Hier gilt rote Unterwäsche in der Neujahrsnacht als Pflicht, dann winken Glück und Erfolg. Kaufhäuser und Dessous-Läden stellen spätestens kurz nach Weihnachten ihre Wäscheauslage um.

Spanien

An Silvester sind um Mitternacht die Glockenschläge einer Turmuhr auf dem Platz Puerta del Sol in Madrid landesweit im Fernsehen zu hören. Zu jedem Ton essen die Menschen eine Weintraube. Das soll für das neue Jahr Glück bringen.

(Video: Youtube)

Griechenland

Die Familien spielen Karten und andere Glücksspiele. Es gilt: Wer gewinnt, hat Glück das ganze Jahr hindurch. Wer verliert, hat Glück in der Liebe.

Bulgarien

Hiebe auf den Rücken mit der «Surwatschka», einem geschmückten Ast des Kornelkirschbaums, sollen Gesundheit und Reichtum bringen. An Neujahr laufen Männer in Fellkostümen als «Kukeri»-Ungeheuer durch die Gegend und vertreiben böse Geister.

USA

Vor allem in den Südstaaten werden zu Silvester Linsen gegessen. Weil sie Münzen ähneln, versprechen sie angeblich Glück. Nach der Regel «nothing goes out» darf an Neujahr nichts das Haus verlassen, auch nicht der Müll. Wenn doch, droht Unglück.

Mexiko

An Neujahr stellen viele Mexikaner einen Koffer vor die Tür, der viele Reisen im neuen Jahr bescheren soll. In einigen Regionen werden Puppen verbrannt, die das alte Jahr repräsentieren.

Südafrika

Die Menschen am Kap starten mit einer Art Karneval ins neue Jahr. Höhepunkt ist der bunte Umzug durch Kapstadt am 2. Januar. Das Spektakel geht auf den «Emancipation Day» zurück, den Tag, an dem die Sklaven in Südafrika in den 1830er-Jahren freigelassen wurden.

Philippinen

Silvester springen Kinder und Erwachsene möglichst oft in die Luft – um ihr Wachstum anzuregen. Türen und Fenster werden geöffnet und Lampen angezündet, auf die Fensterbänke und in alle Hosen- und Jackentaschen kommen Münzen – das garantiert Wohlstand im neuen Jahr.

Nicht-christliche Neujahrsfeste

Nicht bei allen beginnt das neue Jahr am 1. Januar – Neujahrsfeste jenseits des christlichen Kalenders gibt es auch. Eine Auswahl:

Islam

Bei Muslimen erinnern die Neujahrsfeiern an die Wanderung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina im Jahr 622. Mit der Reise beginnt ihre Zeitrechnung. Muslime verkünden den Beginn des neuen Jahres nicht mit Feuerwerk, sondern mit traditionellen Blasinstrumenten. 2019 fällt Neujahr auf den 1. September.

Judentum

Juden feiern ihr Neujahrsfest Rosch Haschana (hebräisch: Kopf des Jahres) an den ersten beiden Tagen des Monats Tischri im jüdischen Kalender. 2019 ist das am 30. September/1. Oktober der Fall. Zum Brauchtum gehört, dass Brote fürs Neujahrsfest nicht länglich sind, sondern rund. Das symbolisiert den Jahreskreislauf.

China

In China ist Neujahr das wichtigste Fest des Jahres. Es richtet sich nach dem Mondkalender und fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum – 2019 auf den 5. Februar. Neujahr steht ganz im Zeichen der Familie: Millionen reisen für die Festtage zurück in ihre Heimatdörfer. Am Abend werden alle Fenster und Türen geöffnet, um Glück ins Haus zu lassen. Mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentänzen wird das neue Jahr begrüsst. Viele haben rund eine Woche arbeitsfrei.

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