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Der Telebasel News Beitrag vom 28. Dezember 2018.
Baselland

Sissachs Kunsteishalle wird teurer als geplant

Die Gemeinde Sissach muss mit höheren Kosten für die geschlossene Kunsteisbahn-Halle rechnen. Der Kredit von 8,7 Millionen Franken reichte nicht aus.

Der Sissacher Gemeindepräsident Peter Buser kündete an der letzten Gemeindeversammlung an: Der Kredit für den Bau der geschlossenen Kunsteishalle von 8,7 Millionen Franken reicht nicht aus. Die Kosten würden um etwa zehn Prozent überschritten. Da die Bauabrechnung noch nicht vorliegt, ist unklar, wie viel die Gemeinde nächstes Jahr in einem Zusatzkredit sprechen muss.

Schon Holzdach wurde teurer

Nicht zum ersten Mal ist die Gemeinde mit einer Hiobsbotschaft konfrontiert. 2003 sprach sie einen Kredit von 4,1 Millionen Franken für eine Holzüberdachung aus. Die Bauabrechnung fiel zwei Jahre später um eine Million Franken höher aus. Die offene, respektive nur überdachte Kunsteisbahn bewährte sich nicht. 2005 wurde sie eröffnet.

Nach kurzer Zeit zeigte sich, dass sich Nebel und Feuchtigkeit unter dem Dach sammelten und das Holz angriffen. Ein längerer Rechtsstreit entbrannte darüber, wer für die Schäden verantwortlich ist. Der Rechtsstreit wurde erst dieses Jahr mit einem Vergleich beigelegt. Die PM Mangold Holzbau AG erklärte sich bereit, einen Pauschalbetrag von 200’000 Franken an die Sanierung der hölzernen Dachkonstruktion der Eishalle zu leisten.

Auch die Halle übersteigt den Kredit

Als viel Schnee fiel, zeigte sich, dass das Holzdach einsturzgefährdet ist. Sieben Jahre nach der Eröffnung musste die Eisbahn 2012 geschlossen werden. Das Holzdach wurde mittels Stahlrohren verstärkt und die Eisbahn wieder eröffnet.

2016 sprachen sich die Sissacher in einer Volksabstimmung für ein zweites Projekt aus: Für 8,7 Millionen Franken baute man die offene in eine geschlossene Eishalle um. Eine Belüftung sorgt seit diesem Jahr für trockene Luft, die das Holzdach schützt. Die Bauabrechnung wird auf 2019 erwartet und dürfte den Kredit um fast eine Million Franken übersteigen. Erneut muss die Gemeindeversammlung von Sissach einen Nachtragskredit sprechen.

16-Millionen-Franken-Eishalle

Gemeindepräsident Peter Buser rechnet gegenüber Telebasel vor, dass man seit der Eröffnung 2005 insgesamt wohl 16 Millionen Franken in die Eishalle investiert hätte. Und im Rückblick sagt er: Hätte man von Beginn an eine geschlossene Halle geplant, wären die Kosten wohl um Millionen tiefer ausgefallen.

An den Kosten beteiligen sich die beiden Kantone Basel-Stadt und Baselland sowie andere Baselbieter Gemeinden. Von den 16 Millionen Franken müsse die Gemeinde Sissach etwa 12 Millionen übernehmen, so Buser.

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