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Der Telebasel News Beitrag vom 27. Dezember 2018.
Basel

Jugendliche lesen mehr Bücher – trotz digitalem Wandel

Trotz aller elektronischer Möglichkeiten lesen Jugendliche mehr Bücher. Der 16-jährige Josia Jourdan bespricht sie gar in einem eigenen Blog.

Jugendliche würden vor allem elektronische Medien nutzen – so lautet die gängige Meinung. Dabei greifen immer mehr Jugendliche zum Buch. Das zeigt auch die Erfahrung der Basler Stadtbibiothek GGG: «Seit die Bibliothek im Schmiedenhof neu gebaut wurde haben Jugendliche hier pro Jahr rund zwei Prozent mehr Bücher ausgeliehen», sagt der Leiter der GGG Schmiedenhof, Heinz Oehen.

Und auch bei der Buchhandlung Bider & Tanner in Basel stellt man einen «leichten Anstieg» beim Verkauf von Jugendbüchern fest. Sowohl die GGG als auch Bider & Tanner sagen, dass bei Jugendlichen vor allem Fantasy-Bücher beliebt seien.

Papier ist hoch im Kurs

Die Jungen lesen die Bücher keineswegs auf E-Readern, Smartphones oder Computern, sondern sie ziehen die Papierausgabe vor. Das Buch im Regal bedeutet ihnen offenbar viel. Unter den Jugendlichen sind es vor allem junge Frauen, die Bücher kaufen und ausleihen. Diese Situation ist seit vielen Jahren unverändert.

Blog für Jugendbücher

Doch auch junge Männer lesen gerne Bücher in Papierform. Der 16-jährige Josia Jourdan aus Muttenz ist dafür ein gutes Beispiel: Er liest ein bis zwei Bücher pro Woche. Dafür nimmt er sich täglich eine Stunde Zeit. Zudem bespricht er das Gelesene in einem eigenen Blog.

Die gängigen Medien würden sich zu sehr auf die hohe Literatur konzentrieren, kritisiert Jourdan. Mit seinem Blog zur Jugendliteratur will er diese Lücke füllen. Inzwischen erhält er von Verlagen die Neuerscheinungen zum Lesen und zur Rezension.

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