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Der Telebasel News Beitrag vom 27. Dezember 2018.

Basel

Jahr 2018: Digitalisierung verdrängt Messe

Die Digitalisierung hat in diesem Jahr auch die MCH-Group erfasst. Die neuen Handelsplattformen im Internet trafen insbesondere die Baselworld.

Die Digitalisierung ist in diesem Jahr auch im Uhrenhandel angekommen. Dieser Handel findet zunehmend im Internet statt und scheint nicht mehr auf Messen angewiesen. Schon 2017 wurde bekannt, dass fast die Hälfte der bisherigen Aussteller an der Baselworld 2018 fehlen werden.

Die MCH Group konnte die Abgänge verschmerzen. Die Zahl der Aussteller sagt noch nichts über deren Gewicht an der Baselworld, hiess es. Doch Mitte 2018 kündete auch die Swatch-Group an, der Baselworld 2019 fernzubleiben. Ein herber Schlag für die MCH Group, schliesslich ist die Swatch-Group der grösste Aussteller.

Verlustreiches Jahr

Die MCH Group reagierte mit Abschreibungen von insgesamt über 200 Millionen Franken; sie unternimmt Rückstellungen von 30 bis 40 Millionen Franken. Und sie rechnet mit einem defizitären Jahresabschluss 2018. Die Leiterin der Baselworld, Sylvie Ritter, verliess ihren Posten ebenso wie der CEO der ganzen MCH Group, René Kamm. Neue Köpfe mit Hans-Kristian Hoejsgaard an der Spitze der MCH Group (interimistisch) und Michel Loris-Melikoff bei der Baselworld sollen das Messegeschäft wieder in rosigere Zeiten führen.

Handel im Internet statt an Messen

Die MCH Group kämpft auch mit anderen Messen: Sie kündigte dieses Jahr an, die traditionsreiche, aber publikumsarme Muba werde 2019 ein allerletztes Mal stattfinden. Die Publikumsmessen Comptoir Suisse (Lausanne) und Züspa (Zürich) sollen nicht mehr durchgeführt werden.

Konsumenten kauften zunehmend im Internet ein und weniger an Messen, stellt die MCH Group fest. Doch selbst für die Automesse Grand Basel soll die diesjährige Premiere bereits die letzte solche Ausstellung in Basel sein. Die MCH Group verkauft zudem ausländische Messen. Mit digitalen Elementen will sie die bestehenden Messen attraktiver machen.

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