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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Dezember 2018.

Basel

Ein Lichtblick für Todkranke

Zum zweiten Mal gibt es rund um die Spalenvorstadt einen Krippenweg. Eine Station davon ist in der Kappelle des Unispitals Basel.

Kerstin Rödiger hat alle Hände voll zu tun. Für die Seelsorgerin im Basler Unispital ist die Weihnachtszeit intensiv. Mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie im Spital eine von den insgesamt 45 Krippen des Basler Krippenwegs aufgestellt. Dieser zieht sich durch die ganze Grossbasler Innenstadt. Ziel davon im Unipsital: Leute ins Spital zu locken.

Profitieren davon tun Patienten wie zum Beispiel Bruno Fabich, der schon seit fast 10 Monaten im Spital ist. «Für mich ist es bereits das dritte Mal, dass ich Weihnachten im Spital verbringe. Und für mich ist es ein grosses Erlebnis. So fühle ich mich auch fern der Familie nicht verlassen.»

Kampf ums Leben an Weihnachten

Die Feiertage im Spital zu verbringen ist für die meisten Patienten schwer. Die Seelsorger um Kerstin Rödiger versuchen das Leid zu mildern. «Es ist natürlich dann besonders eine schwere Zeit, wenn man gerade eine schlimme Diagnose bekommen hat und sich neu sortieren und ums Leben kämpfen muss.»

Aber nicht nur für die Patienten sind die Tage schwierig. Auch für die Seelsorger, die klar trennen müssen zwischen dem Spital- und ihrem eigenen Weihnachtsfest. Zu oft können sie nämlich nur wenig Hilfe bieten. «Schwierig ist halt immer wieder, dass ich akzeptieren muss ich habe keinen Zauberstab, der das Leid wegzaubern kann. Ich bin hier um zu Begleiten und da zu sein», so Rödiger.

Kraft durch die Krippe

Manchmal sind es aber die kleinen Sachen, die den grossen Unterschied machen. Zum Beispiel mit der Krippe, die das Unispital im Andachtsraum aufgestellt hat. Bruno Fabich tankt darin Energie: «Wenn es irgendwo eine Krippe hat, dann scheue ich keinen Weg, um sie anzuschauen. Weil da steckt so viel Liebe drin. Und wenn man will, dann kann man diese Liebe spüren.»

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