Die Kiosk-Betreiberin setzt das Mindestalter für den Verkauf von Zigaretten auf 18 Jahre fest. (Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Tabak gibts am Kiosk nur noch ab 18 Jahren

Ab dem 1. Januar 2019 verkauft Valora Tabakprodukte nur noch an mindestens 18-Jährige. Das gilt schweiz­weit und auch für E-Zigaretten.

Valora führt ab dem 1. Januar 2019 ein Mindestalter von 18 Jahren beim Verkauf von Tabakprodukten ein. Und zwar auch in jenen Kantonen, in denen das Mindestalter noch auf 16 Jahre festgelegt ist. «Wir möchten damit ein weiteres Zeichen für den Jugendschutz setzen», lässt sich Roger Vogt, CEO Retail Schweiz bei Valora, in einer Medienmitteilung zitieren.

Die neue Regelung ab 18 gilt für die über 1000 Verkaufsstellen in allen Kantonen der Schweiz. «Die Erhöhung des Mindestalters auf 18 Jahre beim Verkauf von Tabakprodukten schweizweit ist für uns die logische Konsequenz, nachdem wir uns bereits beim Verkauf von E-Zigaretten diese Alterslimite auferlegt haben.»

Mindestalter variiert in Kantonen

In der Schweiz ist der Verkauf von Tabak kantonal geregelt. Das Mindestalter variiert deshalb und einzelne Kantone haben gar keines festgelegt. Valora verkaufte Tabakprodukte bisher jeweils an mindestens 16-Jährige, sofern das Mindestalter kantonal nicht höher angesetzt ist.

Bundesrat will Verbot

Mit dem Verkaufsstopp an Jugendliche kommt Valora der Politik zuvor. Der Bundesrat will den Verkauf von Zigaretten an unter 18-Jährige verbieten. Er hat die Botschaft für das so genannte Tabakproduktegesetz Ende November dem Parlament zugestellt. Wann es in Kraft treten soll, ist noch unbekannt.

E-Zigaretten dürfen schon heute nicht an Minderjährige verkauft werden. Darauf hat sich die Branche im Herbst in einem Codex geeinigt, der am 1. Oktober in Kraft trat. Auch auf Werbung, die sich an Minderjährige richtet, wollen die Unterzeichner der Vereinbarung verzichten.

In der Schweiz rauchen laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) über 2 Millionen Menschen oder rund ein Viertel der Bevölkerung. Rund 9500 Personen sterben jedes Jahr vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums – das entspricht 15 Prozent aller Todesfälle im Land. Todesursachen sind bei diesen Menschen Atemwegserkrankungen, Krebs oder Herzkreislauf-Erkrankungen.

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