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Baselland

Tills Leben als «Dreibeiner»

Bei Katzen-Baby Till wurde ein deformiertes Hinterbein diagnostiziert. Es musste amputiert werden. Eine Zeit des Hoffens und Bangens im Katzenheim.

Die Katzenwelpen Tina, Tami, Till, Teo und Toni wurden im August im Katzenheim des Tierschutzbundes Basel Regional in Muttenz geboren. Ihre Mutter war so stark verwildert, dass bereits der Blickkontakt mit Menschen bei ihr Panik auslöste. Sie stammt aus einer wild lebenden Katzenpopulation aus dem St. Johann und kam wegen ihres schlechten Zustands ins Katzenheim.

Die ungewohnte Situation löste bei ihr grossen Stress aus und sie wurde aggressiv. Verwilderte Katzen können nicht mehr in menschlicher Obhut leben, daher wurde sie – wie üblich in solchen Fällen – medizinisch versorgt, kastriert und an ihrem vertrauten Platz wieder freigelassen. «Zuerst aber konnte sie ihre Jungen in Ruhe und Sicherheit im Katzenheim gebären und aufziehen», so Mahena Haizmann, Geschäftsführerin des Tierschutzbundes .

Sorgenkind Till

Bei den ersten Gesundheitskontrollen wurde festgestellt, dass eines der Jungtiere, Till, ein deformiertes Hinterbein hat. Abklärungen beim Tierarzt ergaben, dass das Beinchen amputiert werden muss. Die Pfleger und Tierärzte entschieden aber, noch abzuwarten, in der Hoffnung, dass sich das Bein während des Wachstum noch normalisieren würde.

(Video: TSB)

Nach weiteren Tierarztbesuchen war klar, dass das Hinterbein baldmöglichst amputiert werden muss. Till war damals fast vier Monate alt. «Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, uns mit aller Kraft für jene Tiere einzusetzen, die Hilfe brauchen und für die sonst niemand Verantwortung übernimmt. Auch wenn das manchmal aufwändig ist», sagt Mahena Haizmann.

Leben auf drei Beinen

So kam es, dass Till im November den Termin zur Amputation hatte. Für die Tierpfleger ein Tag zwischen Hoffen und Bangen. Die Erleichterung war gross, als die Nachricht kam, dass die Operation gut verlaufen ist.

Wenige Tage später kehrte Till zurück ins Katzenheim. «Wir staunten, wie gut es Till ging und wie problemlos er mit der neuen Situation umging. Auch als Dreibeiner war er nicht mehr zu bremsen», so Mahena Haizmann.

(Video: TSB)

Noch schöner aber war, dass für Till ein neues Zuhause gefunden werden konnte – zusammen mit dem Findelbüsi Läggerli.

Auch Tills Geschwister haben laut Mahena Haizmann mittlerweile ein liebevolles Zuhause gefunden. «Wir vom Tierschutzbund sind immer wieder dankbar für die vielen lieben Mitmenschen, die heimatlosen Tieren eine Chance auf ein neues Leben geben».

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