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Basel

Steht die Bibel über allem?

Kein Sex vor der Ehe und mit der Bibel in den Tag starten. Die Jugendsendung Mash hat sich mit den Ideologien einer Freikirche auseinandergesetzt.

In der Schweiz gibt es über 700 Freikirchen. Eine Freikirche wird im Gegensatz zu anderen Kirchen finanziell nicht staatlich unterstützt. Darum auch der Name «Frei-Kirche», auch die Mitgliedschaft ist freiwillig und wird oft erst ab dem religiösen Mündigkeitsalter von 13 Jahren entschieden. Die Kirchen werden durch Spenden der Mitglieder finanziert. Viele halten sich dabei an die Bibel, in dieser steht man soll den Zehnten abgeben. Das heisst 10 Prozent seiner Erwirtschaftungen.

Mash durfte einen jungen Freikirchler, Simeon Bürki, treffen und nach seinen Ansichten befragen. Simeon ist 22 Jahre alt, Theologiestudent und bereits verlobt. Er wird nächsten Sommer seine Miriam heiraten. Zusammen sind sie in der Gemeinde Evangelischer Christen Basel, deren Kirche sich an der Socinstrasse, in der Nähe des Spalentors, befindet. Simeon ist zudem Jugendpastor einer Jugendgruppe.

Wenn man in einer Freikirche ist, glaubt man ausschliesslich an zwei Geschlechter, an Frau und Mann, so das Vorurteil. Simeon bestätigte diese Aussage und meinte zudem: «Für mich macht es eigentlich auch Sinn». Gleichgeschlechtliche Paare werden im Gegensatz zu Partnerschaften zwischen Frau und Mann nicht unterstützt. Simeon gesteht das viele darunter leiden: «Ich glaube, dass die Kirche einen gewissen Druck ausübt. Die Frage ist, wie man damit umgeht».

Kein Sex vor der Ehe

Freikirchen sind oft kleinere Glaubensgemeinschaften, die häufig orthodoxe, konservative Werte vertreten. Sie rechtfertigen diese Grundsätze mit Aussagen in der Bibel.

Geschlechtsverkehr ist erst in der Ehe erlaubt. Simeon erklärt uns dieses Gebot, indem er die Frau als Geschenk bezeichnet. Abtreibung und Freitod sind nicht gern gesehene Dinge. «Es ist kein einfaches Thema. Ich lebe diese Herausforderung. Ich bin ein sehr potenter Mann. Selbstbefriedigung ist ein spannendes Thema. Klar habe ich mich schon selbst befriedigt, da muss man auch kein Blatt vor den Mund nehmen.»

Start in den Tag mit Gott und Bibel

Simeon Bürki sagte: «Wenn ich am Morgen aufstehe, ist es mir ein Anliegen, dass ich in der Bibel etwas lese. Weil ich glaube, Gott redet ganz persönlich jeden tag zu mir.» Er bete auch und starte den Tag bewusst mit Gott. «Aber ich glaube, sonst würde sich mein Tagesablauf nicht stark unterscheiden von jemandem, der nicht in einer Freikirche ist.»

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