Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 20. Dezember 2018.

Basel

Lösung in Sicht bei Hafenzoff

Sieben Mal mehr Miete zahlen. Die Schweizerischen Rheinhäfen wollen mehr Geld der Betreiber des Basler Kleinboot-Hafen Regioport AG. Nun kommt es zum Gespräch.

Für den Bootshafen am Westquai forderten die Schweizerischen Rheinhäfen von der Regioport AG das Siebenfache der bisherigen Miete. Das im Rahmen einer Vertragsverlängerung um weitere 25 Jahre, schreibt «Online Reports». Die Betreiber des Privathafens hegen den Verdacht, dass die Rheinhäfen die Mieter los werden möchte, um Platz für lukrativere Geschäfte zu machen.

Die Vorgeschichte

1992 wurde der Mietvertrag mit dem Staatsbetrieb mit einer Option auf eine Verlängerung um 25 Jahre abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft Ende Jahr aus. Ein neues Arrangement ist noch nicht in Sicht. Bereits vergangenes Frühjahr erfuhr die Regioport AG vom Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, Hans-Peter Hadorn, und Sabine Villabruna, Leiterin Areale und Hafenbahn, vom höheren Mietzins. Die Vermieter forderte plötzlich 144’000 Franken jährlich, statt wie bisher 24’000 Franken.

Der Präsident der Regioport AG, Felix A. Oeri, ist schockiert. Das sei staatliche Willkür, sagt er gegenüber «Online Reports». Im kleinen Hafen liegen 54 grössere und kleinere Freizeitboote. Darunter auch das Rhein-Taxi und das Kulturschiff «Evolutie». Bei einem solch hohen Mietzins würde man rasch in rote Zahlen rutschen. Die Miete sei sogar höher, als jene für das Schiff und die Basler Pesonenschifffahrt zusammen, weiss Oeri nach Einsicht in die Dokumente.

Direktor begründet Mieterhöhung

Die Basler Personenschifffahrt und das Nordstern brauchen aber deutlich weniger Platz als die Regioport AG. Gezahlt wird pro Anzahl an Quadratmetern. Im Falle des Nordsterns und der Basler Personenschiffahrt sind dies genau die Grössen der Schiffe. Die Regioport AG  braucht eine grössere Fläche für viele kleine Schiffe, deren Einfahrt und die Wellenbrecher.

Vor 25 Jahren sei der Mietzins symbolisch tief angesetzt worden. «Im Vertrag war eine neue Vertragsverhandlung vorgesehen», so Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen, Hans-Peter Hadorn. Der Preis musste nach 25 Jahren an die umliegenden Mieter angepasst werden, führt er fort. Und dort sei der Preis pro Quadratmeter im Vergleich um ein Siebenfaches höher als derweil bei Regioport AG.

Schlichtungsstelle konnte nicht helfen

Rund die Hälfte als zu Beginn, schlug die Schlichtungsstelle vor, sollte Regioport AG an die Schweizerische Rheinhäfen zahlen. Rund 80’000 Franken pro Jahr, erzählt Oeri. Doch auch das sei zu viel, um den Kleinhafen über Wasser zu halten. Der nächste Schritt sei eine Klage, die Regioport AG nun einreichen möchte.

Hadorn nun doch bereit zu Gespräch

So weit wollen es die Schweizerischen Rheinhäfen nun doch nicht kommen lassen. Laut Hadorn habe er bereits Anfang Dezember Gesprächsbereitschaft signalisiert. Er wolle auf Basis des Vorschlages von der Schlichtungsstelle verhandeln.

Für Oeri sind das völlig neue Töne, die angeschlagen werden. «Bisher haben wir immer versucht, an einen Tisch zu sitzen und drüber zu sprechen. Das wurde von den Schweizerischen Rheinhäfen aber nie angenommen», erzählt er erstaunt über den Sinneswandel des Direktors der Schweizerischen Rheinhäfen. In einem Brief, den Oeri Telebasel vorlegt, schreiben die Schweizerischen Rheinhäfen noch am 10. Dezember, dass eine Verlängerung des Mietvertrages ausgeschlossen ist und fordert Regioport AG auf, den Hafen zu räumen.

Oeri vermutet, dass aufgrund des medialen Drucks Hans-Peter Hadorn nun doch zum Gespräch bereit ist: «Es wäre schön, wenn wir endlich drüber reden können und aussergerichtlich eine Lösung finden.»

1 Kommentar

  1. Der vor Weihnachten erschienene Beitrag zur SRH Forderung löste beim Regioboot Verein Anfragen zur Betroffenheit aus. Unseren Kommentar haben wir auf unserer Website veröffentlicht.
    Wir wünschen den sachlich Beteiligten zum Neujahr 2019 Weitsicht und Augenmass und allen Betroffenen genügend Zeit für eigene Dispositionen.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*