(Bild: Telebasel)

Basel

Pro-Komitee wirft sich in Abstimmungskampf um Unispital

An einer Medienkonferenz präsentierte sich am Montag ein überregionales Komitee: Prominente Köpfe fordern ein «Ja» zum gemeinsamen Unispital.

Noch denken die Basler Stimmbürger wohl eher an Weihnachten. Doch der 10. Februar kommt bald – und mit ihm die Abstimmung über die gemeinsame Spitalgruppe. Also der Frage, ob das Basler Unispital mit dem Kantonsspital Baselland fusionieren soll.

Ab heute kämpft ein überregionales Komitee für ein «Ja» an der Urne. Gemäss Eigendeklaration setzt sich das Komitee zusammen aus über 200 Vertretern aus Arzt- und Pflegeberufen, Forschung, Life Sciences, Wirtschaft und Politik. Im Co-Präsidium sind 14 Parteien aus beiden Halbkantonen vertreten.

Für die Spitalfusion engagieren sich einige bekannte Ärzte. Allen voran Guy Morin – der ehemalige Regierungsrat arbeitet wieder als Arzt, kämpft jetzt für diese Abstimmung an vorderster Front mit. Ebenfalls dabei ist Kinderarzt Raoul Furlano (LDP-Grossrat) oder Felix Eymann (auch LDP-Grossrat).

Bekannte Argumente

Die Argumente des Pro-Komitees sind nicht neu. Mit der gemeinsamen Spitalgruppe sollen laut Flyer vor allem drei Dinge erreicht werden: Ein Zugang zu qualitativ hochstehenden medizinischen Leistungen, eine Dämpfung des Kostenwachstums im Gesundheitswesen und der langfristige Erhalt von Arbeitsplätzen.

Das Pro-Komitee sieht sich allerdings einer starken Gegnerschaft gegenüber: Im Baselbiet stemmt sich vor allem die FDP gegen das gemeinsame Projekt, in Basel-Stadt ausgerechnet die SP.

Die beiden Parteien kritisieren einerseits die Konstruktion einer Aktiengesellschaft: Das Baselbiet hätte gleichviel wie die Stadt zu sagen, obwohl es weniger Geld einschiesst. Die FDP Baselland fürchtet, durch die Fusion entstehe ein «Moloch», der die versprochenen Kosteneinsparungen nicht einhalten könne.

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