Featured Video Play Icon
Brigitte Müller-Kaderli bezieht Stellung. (Video: Telebasel)

Baselland

«Wir haben aus den Medien von der Strafanzeige erfahren»

Bei der Kirchengemeinde Grellingen fehlt Geld, fast eine halbe Million Franken. Unter Verdacht steht die Kassiererin, die auch für die CVP arbeitet.

Bei der römisch-katholischen Kirchgemeinde Grellingen fehlen bis zu 500’000 Franken. Das wurde am Mittwoch, 5. Dezember 2018, bekannt. Die Präsidentin des Kirchgemeinderats habe Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft eingereicht.

Unter Verdacht steht die Kassiererin, ihr wurde die Handlungsfähigkeit entzogen und sämtliche Konten gesperrt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Frau ist sich auf Anfrage der «bz Basel» keiner Schuld bewusst. Sie sei völlig vor den Kopf gestossen und sei weder von der Kirchengemeinde, noch von der Landeskirche informiert worden. Zudem seien die Vorwürfe völlig haltlos und sie wisse nicht, wie sie damit umgehen solle.

CVP nicht involviert

Die Frau betreibt nicht nur ihre eigene Consulting-Firma, sondern ist auch Kassiererin der CVP Baselland und Präsidentin der CVP Grellingen.

Brigitte Müller-Kaderli, Kantonalpräsidentin der CVP, sagt gegenüber Telebasel: «Wir haben erst aus den Medien erfahren, dass Strafarzeige erstattet worden ist, seitens Kirchenrat». Die CVP sei da nicht involviert. «Wir haben Kontakt zu der Kassiererin aufgenommen und sind in regem Austausch», so Müller-Kaderli.

Man habe in der Partei gute Sicherheitsvorkehrungen und wisse im Vorstand immer, wo man finanziell stehe. «Wir haben bei unserer Kassiererin in den letzten vier Jahren eine souveräne Kassenführung festgestellt», sagt die CVP-Präsidentin. Es gebe darum keinen Anlass, ihr gegenüber misstrauisch zu werden. «Durch die Medienberichterstattung haben wir entschieden, unseren Kontostand zu kontrollieren.» Dazu wolle man aber nichts sagen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant