Steve Guerdat bietet sich am Wochenende die Chance, die Spitze der Weltrangliste zu erklimmen. (Bild: Keystone)

Schweiz

Steve Guerdat greift nach der Nummer 1

Just in der Woche seines Heim-Grand-Prix winkt Springreiter Steve Guerdat die Chance, mit starken Resultaten in Genf die Spitze der Weltrangliste zu erklimmen.

Zur Jahresbeginn war Steve Guerdat noch die Nummer 10, nun steht er bereits hinter dem Niederländer Harrie Smolders an zweiter Position des monatlich erscheinenden Rankings. Die Berechnung der Nummer 1 bei den Springreitern ist zum Leidwesen der Sportinteressierten sehr komplex.

Ein Beispiel: Nicht jedes Resultat bleibt gleich lang in der Wertung. Das kaum durchschaubare Konstrukt hat den Nachteil, dass Grand Prix in Genf nur erahnt werden kann, welche Resultate Steve Guerdat reichen, um Harrie Smolders Ende Monat zu verdrängen.

Bereits zum zweiten Mal an der Spitze

Sofern der gebürtige Jurassier den Niederländer ablösen würde, sässe er bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere auf dem Thron des Weltranglisten-Ersten. Steve Guerdat ist die vierte Schweizer Nummer 1 in der Geschichte des Springreitens. Vor ihm haben dies auch Willi Melliger, Markus Fuchs und Pius Schwizer geschafft.

Aus Sicht des Springreitens – im Messekomplex Palexpo werden ab Donnerstag, 5. Dezember 2018,  auch Dressur, Vielseitigkeit und Fahren geboten – bietet Genf gleich zwei Highlights an: den exklusiven Top Ten-Final am Freitagabend sowie den mit mit 1,2 Millionen Franken dotierten Grand Slam-Grand Prix am Sonntagnachmittag.

Als Favorit vor Heimpublikum

Steve Guerdat zählt vor seinem Heimpublikum zu den Favoriten. Der 36-Jährige weiss, wie man in Genf gewinnt. Er setzte sich schon dreimal im Grand Prix durch – 2006 und 2010 im Sattel von Jalisca Solier sowie 2015 mit Nino. Und er triumphierte 2010 mit Jalisca Solier ebenfalls im Top Ten-Final, der die besten zehn Reiter der Weltrangliste in einer separaten Prüfung vereint.

Guerdat wird im Grand Prix – diese Prüfung umfasst zusammen mit ‘s-Hertogenbosch, Aachen und Calgary den Grand Slam – Bianca satteln, am Freitagabend gelangt Alamo zum Einsatz.

Der Freitagabend erhält aus Schweizer Sicht die noch bessere Affiche. Erstmals reitet auch Martin Fuchs im Final der Top 10. Im Gegensatz zu Steve Guerdat, der mit Bianca sein bestes Pferd für den Sonntag reserviert hat, sattelt Martin Fuchs mit Clooney in der mit 500’000 Franken dotierten Prüfung über zwei Umgänge seine klare Nummer 1. Vor gut zwei Monaten ritt das Duo im amerikanischen Tryon zu WM-Silber, Bronze gewann Guerdat mit Bianca.

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