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Der Telebasel News Beitrag vom 6. Dezember 2018.

Basel

«Es ist halt immer noch ein Männer-Job»

Nur wenige Frauen sind am 6. Dezember als Santiglaus unterwegs. Telebasel konnte mit einer überzeugten Basler «Gläusin» sprechen.

Vor der Bundesratswahl wurde die Frauenfrage heiss diskutiert. Und auch sonst steht die Gleichberechtigung oft im Fokus. Ein Metier jedoch scheint bisher um eine tiefgreifende Gender-Debatte herumgekommen zu sein: Die Zunft der Weihnachtsmänner ist immer noch Männersache. Nur vereinzelt sind Frauen als Santiglaus oder als Schmutzli unterwegs.

Eine Familientradition

Die Basler «Glausine», wie sie sich selbst nennt, sei jedoch nicht wegen des Kampfes um die Gleichberechtigung zum weiblichen Santiglaus geworden. Vielmehr habe sie das «gläuseln» von ihrer Familie geerbt. Schon ihr Gross- und Urgrossvater seien als Nikoläuse durch die Strassen gezogen. Mangels Interesses der männlichen Nachkommen habe dann ihre Mutter übernommen und nun führe sie das Vermächtnis weiter. In der Hoffnung, dass die eigene Tochter einmal ebenfalls in ihre Fussstapfen tritt.

Vom Nikolaus im Sack mitgenommen

Als weiblicher Santiglaus gebe es kaum Probleme. Allenfalls störe sich ab und zu ein Erwachsener daran. Für skeptische Kinder habe die «Glausine» eine überzeugende Geschichte parat. Sie sei nämlich als Kind negativ aufgefallen und der wahre Nikolaus habe sie im Sack mitgenommen. Und weil der Weihnachtsmann mittlerweile alt und schwach ist, hat er die eingesackten Kinder zu neuen Santigläusen und Schmutzlis ausgebildet, die nun in seinem Auftrag durch die Welt zögen.

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