Michael N. Hall erhielt 2012 bereits den Macel Benoist Preis. Nun ist er Preisträger des Brupbacher-Preises. (Archivbild: Key)

Basel

Brupbacher-Preis geht an Basler Zellforscher

Michael N. Hall von der Universität Basel erhält den Charles Rodolphe Brupbacher-Preis für Krebsforschung.

Michael N. Halls Forschung zum Zellwachstum habe zur Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente beigetragen, so die Jury. In den frühen 1990er Jahren entdeckte Hall am Biozentrum der Universität Basel das Enzym «TOR» (Target of Rapamycin) als zentrales Steuerelement des Zellwachstums. In Reaktion auf Nährstoffe und Wachstumsfaktoren kontrolliert das TOR-Signalwegnetzwerk die Grösse und das Wachstum von Zellen.

Halls Forschung zeigte auch, dass eine Fehlregulation dieses Signalnetzwerks eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen spielt. Seit Jahren werden Wirkstoffe, die in den TOR-Signalweg eingreifen, als Krebsmedikamente eingesetzt, zum Beispiel bei Nieren-, Pankreas-, Brust-, Magendarm- und Lungentumoren.

Fundamentale Entdeckungen

Für seine fundamentalen Entdeckungen zur Regulation des Zellwachstums erhielt Hall bereits zahlreiche hohe Auszeichnungen, darunter den Lasker-Preis, den Cloëtta-Preis für biomedizinische Forschung, den Louis-Jeantet-Preis für Medizin und den Breakthrough Prize in Life Sciences. Er gilt auch als möglicher Anwärter für einen Nobelpreis.

Den mit 100’000 Franken dotierten Brupbacher-Preis erhält er am 31. Januar 2019 im Rahmen des Charles Rodolphe Brupbacher Symposiums an der ETH Zürich, einem internationalen Krebsforschungskongress, wie die Universität Zürich mitteilte.

Die Brupbacher-Stiftung vergibt den Frédérique Brupbacher im Andenken an ihren Ehemann gestifteten Preis für Krebsforschung bereits zum 14. Mal. Für die Vergabe des Preises arbeitet die Stiftung eng mit der Universität Zürich zusammen.

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