Nach dem 7:1 Debakel braucht es am Sonntag aus Basler Sicht eine Reaktion. (Bild: Keystone)

Basel

Das Spiel gegen den Meister steht vor der Tür

Am Sonntag ist es soweit: Der FC Basel spielt zu Hause gegen den amtierenden Meister aus Bern. Auf dem Papier ist die Ausgangslage klar.

Nach dem Last Minute-Unentschieden gegen den FC Luzern beträgt der Rückstand auf den Leader YB jetzt schon satte 16 Punkte. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Rotblau hat bisher nur 6 Spiele in dieser Saison gewonnen. Vor allem die anfällige Verteidigung der Basler fällt diese Saison negativ auf.

Die Zahlen sprechen Bände

Mit 29 Gegentoren stellt der FC Basel die zweitschlechteste Abwehr in der Liga. Schlechter ist nur der Aufsteiger Xamax mit 33 Gegentoren.

Vergleicht man das mit dem amtierenden Meister YB, dann muss der FCB-Fan leer schlucken. Von 15 Spielen verlor YB lediglich eines und eine Partie endete Unentschieden. Die Berner haben bisher in dieser Saison am meisten Tore geschossen und am wenigsten Tore erhalten (47:16).

Das ist aber nicht das einzige «Geheimnis»: YB gewinnt genau die Partien, die eng sind. Der FCB hingegen geht bei diesen Spielen bestenfalls mit einem Unentschieden vom Platz.

Rotblau kann die Führung nicht halten

Mit drei Niederlagen ist Rotblau gut bedient. Vor allem, wenn man sich an das letzte Spiel gegen Luzern erinnert, wo die Mannschaft knapp in der letzten Minute den Ausgleich realisieren konnte.

Nicht die Niederlagen sind das Problem, sondern die Remis. Bei sechs Partien musste sich der FC Basel mit einem Unentschieden begnügen. Das ist vor allem deshalb ärgerlich, wenn man bedenkt, dass der FCB in der Mehrheit dieser Spiele immer in Führung war und trotzdem den Platz nicht als Sieger verliess.

Beispiele dazu sind die Partien gegen Xamax oder gegen Lugano, in denen Rotblau sogar eine Zwei-Tore-Führung verschenkte. Das Verdikt für den FC Basel fiele bei weitem nicht so hart aus, wenn man genau diese Spiele siegreich beendet hätte.

Die konstanten Berner

YB zeigt seine Reife und Abgeklärtheit. Trotz der Drei­fach­be­las­tung von Liga, Cup und Champions League gibt sich YB keine Blösse und hält das Niveau konstant hoch.

Der Übergang von europäischer Spitzenklasse zu nationalem Fussball gelingt den Bernern ausgezeichnet.

Rotblau sinnt auf Revanche

Auch wenn der Spitzenkampf am Sonntag nicht wirklich ein Spitzenkampf ist, muss der FC Basel auf Revanche sinnen. Wie viele Punkte man hinter YB her hinkt, hat momentan nur zweite Relevanz. Was auf keinen Fall passieren darf, ist ein erneutes Debakel.

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