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Der Telebasel News Beitrag vom 26. November 2018.

Basel

Vergewaltiger (44) wird ausgeschafft

Das Appellationsgericht verurteilte einen 44-jährigen Vergewaltiger zu 3 1/2 Jahren Haft. Der Wiederholungstäter muss die Schweiz verlassen.

Ein wegen Vergewaltigung, Zuhälterei, Körperverletzung und Drogendelikten verurteilter Mazedonier wollte vor Appellationsgericht gegen sein Urteil kämpfen. Zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren hatte ihn das Strafgericht Basel-Stadt am 2. Dezember 2016 verurteilt. Zudem wurde ein Landesverweis ausgesprochen.

Am vergangenen Mittwoch verhandelte das Appellationsgericht nun seinen Fall nochmal. Befragt wurde auch das Opfer – eine junge Frau, die der Angeklagte vergewaltigt, zu Prostitution gedrängt, eingesperrt und genötigt haben soll. Sie schilderte vor Gericht zitternd das Erlebte und brach immer wieder in Tränen aus.

Entlassung aus Strafvollzug

Nun steht fest: Der 44-jährige Mazedonier, der seit 33 Jahren in der Region lebt, muss die Schweiz verlassen. Der Mann wurde vom Appellationsgericht zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt, unter Anrechnung der bereits abgesessenen Haft.

Zudem bekommt er eine geringe Geldstrafe von zehn Tagessätzen und eine Busse. Er wird aus dem vorzeitigen Strafvollzug entlassen zuhanden des Migrationsamtes. Dieses muss nun entscheiden, ob der Mann in Ausschaffungshaft kommt oder ob ihm die sogenannt freiwillige Ausreise gewährt wird.

Keine gute Prognose gestellt

Beim Urteil der ersten Instanz seien gewisse Widersprüche nicht beachtet worden, deshalb wurde der Mann nicht aller ihm angehängten Vergewaltigungen und zum Nötigungen verurteilt, so das Appellationsgericht in der Urteilsbegründung.

Die Aussagen des Opfers seien aber glaubhaft. Die Hauptanklagepunkte blieben somit gleich. Auch das Appellationsgericht stellte dem vorverurteilten Mazedonier keine gute Prognose.

Dem Appellationsgericht sei bewusst, dass die Situation für das Opfer äusserst schwierig gewesen sei, als es noch ein viertes Mal aussagen und mit dem Täter konfrontiert werden musste. Aufgrund der Komplexität des Falls und der zurückhaltenden Aussagen des Opfers sei es aber nicht anders möglich gewesen.

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