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Der Telebasel News Beitrag vom 18. November 2018.

Basel

Antennen-Zoff in Zunzgen

Die in Zunzgen geplante Antenne sorgt für rote Köpfe. Dass diese direkt neben Wohnhäusern hinkommen soll, sei gefährlich.

Klammheimlich, so beschreiben es die Anwohner, wollte sich der Kanton sein eigenes Projekt ermöglichen und die Gemeinde dabei Aussen vor lassen. In einem Amtsblatt des Kantons haben die Anwohner über das Bauvorhaben einer neuen Antenne von Swisscom erfahren. Zunächst erstmal zur Verbesserung des bestehenden Netzes. Künftig sei es aber auch möglich die leistungsfähigere Mobilfunktechnologie 5G in Betrieb zu nehmen.

Anwohner wehren sich

Das wollen sich die Anwohner allerdings nicht gefallen lassen. Nur wenige Meter daneben steht bereits eine Antenne. Eine zweite, die auch noch eine neue, unerforschte Mobilfunktechnologie betreiben kann. Der Anwohner Martin Kanwar wollte sich sofort wehren, sei aber erstmals auf Ablehnung gestossen: «Noch am selben Tag habe ich bei der Gemeindeverwaltung angefragt, ob ich die Unterlagen zwecks externer Überprüfung kopieren dürfe.

Nach internen Abklärungen hat man mir mitgeteilt, dass dies verboten sei. Daraufhin habe ich eine schriftliche, eingeschriebene Einsprache an das Bauinspektorat eingereicht, und nach vier Tagen eine Entschuldigung erhalten. Selbstverständlich dürfe ich die Unterlagen zwecks Prüfung kopieren.»

Angst vor Strahlung

Auch Elisabeth Mastrovito, eine Anwohnerin, fühlt sich hintergangen: «Für mich ist es einfach, als wenn man etwas verdecken will, weil man dann keine Zeit mehr hat zum Reagieren und am Schluss wird es einfach gemacht.»

Die Anwohner machen sich grosse Sorgen um die unerforschten Risiken, die das neue Mobilfunknetz mit sich bringen kann. Die Strahlungen könnten die Gesundheit beeinträchtigen. Über den Gemeinderat versuchen sich die Anwohner nun zu wehren. Bis zum 20. November erwarten sie von ihm eine Antwort zu ihrem Anliegen.

4 Kommentare

  1. In Deutschland hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) ein “Infrastruktursharing” zwischen Mobilfunknetzbetreibern anfangs untersagt, um durch den Aufbau konkurrierender Netze den Wettbewerb zu fördern. Vermutlich ist es in der Schweiz nicht viel anders. Das galt für 2G. Inzwischen steht 5G vor der Tür und die BNetzA drängt die Netzbetreiber, sich in kommerziell unattraktiven dünn besiedelten ländlichen Gebieten auf Infrastruktursharing zu verständigen, damit dort die Versorgung besser wird. Ein erster Pionier unter den Betreibern sollte seine Antenne also auch für die Mitbenutzung durch fremde Kunden öffnen, gegen Gebühr natürlich. Würden alle Betreiber gemeinsam alle Antennen nutzen, brächte dies keine nennenswerte Verringerung der Antennenanzahl. Denn eine Antenne kann nicht beliebig viele Teilnehmer bedienen, sondern gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl (etwa 30 pro Sektor). Eine Antenne für alle würde somit zu ständiger Überlastung führen und zu wütenden Teilnehmern. Noch schlimmer wäre es, würden Notrufe wegen Überlastung nicht durchkommen.Report

  2. Nein, kein Vogel fällt wegen 5G-Antennen tot vom Himmel. Sie sollten nicht jeden Quatsch glauben, nur weil dieser im www zu lesen ist. Gesunder Menschenverstand hätte Sie warnen müssen, dass der Blödsinn mit den toten Vögeln wegen 5G, der aus den Niederlanden herüber schwappte, eine Falschmeldung ist. Sogar eingefleischte Mobilfunkgegner räumen dies betreten ein.Report

  3. Wehrt euch bitte weiterhin gegen 5G Antennen. Ihr wisst das Vögel diese Strahlung nicht aushalten und tot herunterfallen. Genauso wird es dem Menschen auch gehen, er wird langsam aber sicher krank davon. Man weiss das schon lange, ihr werdet nur mit Smartphone und den Möglichkeiten für dumm verkauft.Report

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