Isoardis offenherziger Post erntete binnen kürzester Zeit zehntausende Reaktionen von Instagram-Nutzern. (Bild: Istagram/elisaisoardi)

International

Liebes-Aus via Instagram für Salvini

Matteo Salvinis Partnerin Elisa Isoardi, Moderatorin einer Fernseh-Kochshow, verkündete die Trennung des Paares am Montag medienwirksam über Instagram.

Ihre Gefühle zum Liebes-Aus umschrieb Elisa Isoardi mit einem Gedicht: «Ich werde nicht das vermissen, was wir uns gegeben haben, sondern das, was wir uns noch hätten geben können. Mit grösstem Respekt für die wahre Liebe, die da war. Danke, Matteo.»

Ihren Eintrag versah sie mit einem Foto, auf dem sie lächelnd im Bademantel auf dem Bett liegt – und sich Salvini mit nacktem Oberkörper und geschlossenen Augen an sie schmiegt.

Isoardis offenherziger Post erntete binnen kürzester Zeit zehntausende Reaktionen von Instagram-Nutzern und avancierte unter dem Hashtag #Isoardi zeitweise zum meistdiskutierten Thema auf Twitter.

Mitten auf Dienstreise

Den wegen seiner politischen Provokationen und fremdenfeindlichen Kommentare umstrittenen Vize-Regierungschef erwischte der Trubel mitten auf einer Dienstreise im westafrikanischen Ghana.

Sein Telefon stehe kaum noch still, liess Salvini in einer Facebook-Nachricht wissen, die er zehn Stunden nach Isoardis Post verfasste.

«Aus Gründen der Erziehung, des Charakters und des Respekts habe ich mein Privatleben nie in die Öffentlichkeit getragen, und damit werde ich jetzt nicht beginnen, die Italiener interessiert das nicht», schrieb Salvini.

«Ich habe geliebt, ich habe vergeben, sicherlich habe ich auch Fehler gemacht, aber ich habe bis zum Ende daran geglaubt. Schade, jemand hatte andere Prioritäten.»

Mitgefühl hält sich in Grenzen

Der Chef der fremdenfeindlichen Regierungspartei Lega ist geschieden und hat zwei Kinder, eines mit seiner Ex-Frau, das andere mit einer Partnerin aus der Zeit vor Isoardi.

Es ist also nicht seine erste Trennung – und auch nicht das erste Mal, dass Bilder eines halbnackten Salvini durch die Medien und das Netz geistern: Doch jener Oppositionspolitiker, der 2014 mit blanker Brust für das Klatschmagazin «Oggi» posierte, steht heute in Regierungsverantwortung – und damit schneller in den Schlagzeilen.

Facebook und Twitter sind Salvinis Kanäle der Wahl, wenn der selbsternannte «Freund der AfD» provokante Forderungen und radikale Parolen unters Volk bringen will. Während sich manche Italiener für die verbalen Entgleisungen ihres Vize-Ministerpräsidenten schämen, feiern ihn andere für sein nationalistisches Motto «Italiener zuerst».

Als er das schlechte Abschneiden der GroKo-Parteien bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern mit einem hämischen «Arrivederci Merkel» quittierte, sprach er nicht wenigen Landsleuten aus der Seele.

Nun hat sich Elisa Isoardi von ihm verabschiedet – und unter den tausenden Kommentaren unter Salvinis Facebook-Post stehen nicht wenige, bei denen sich das Mitgefühl in Grenzen hält.

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