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Der Telebasel News Beitrag vom 4. November 2018.

Basel

Ärger über fehlende Bussen bei Zigaretten-Littering

Der Leiter des Amts für Umwelt und Energie gibt zu, dass Zigaretten-Littering-Sünder nur wenig gebüsst werden. Das sei zu lasch, findet Eduard Rutschmann.

Wer eine Kippe auf den Boden wirft, muss mit einer Busse von 80 Franken rechnen. Laut Behörden soll das seit Mai 2018 durchgesetzt werden. Matthias Nabholz, Leiter des Amts für Umwelt und Energie, räumt jedoch ein, dass die Abfallkontrolleure weiterhin je nach Situation ein Auge zudrücken. «Unsere Priorisierung liegt sicher nicht bei den Bussen, schlussendlich wollen wir alle eine saubere Stadt und dafür gehört viel Prävention», sagte Nabholz kürzlich in einem Interview mit Telebasel. Nur bei sehr klaren und offensichtlichen Fällen werde gebüsst.

Das sei inkonsequent, findet SVP-Grossrat Eduard Rutschmann. In einer Interpellation fordert ein härteres Durchgreifen gegen Littering. «Italien macht es anders – dort bezahlt man 300 Franken Busse, wenn man einen Zigarettenstummel auf den Boden wirft», so Rutschmann. Es sei widersprüchlich, hier etwas zu untersagen und es dann gar nicht zu ahnden.

Sich auf Zigarettenstummel zu fixieren sei völlig unverhältnismässig, findet hingegen LDP-Grossrat André Auderset. Aus seiner Sicht haben die Behörden Wichtigeres zu tun. «Solange in Basel jemand am helllichten Tag am Rhein vergewaltigt wird, ist das nicht nur lächerlich, sondern fast schon zynisch».

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