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Marcel Koller und Jonas Omlin zum Spiel gegen GC (Video: Telebasel)

Basel

«Wir wollen mehr Emotionen»

FCB-Trainer Marcel Koller zeigt sich nach dem 3:1-Sieg gegen GC zufrieden und spricht über die Rochade rund um das Mittelfeld.

Der FC Basel überzeugte mit einer starken Startphase auswärts gegen GC. Nach dem Spiel fordert FCB-Trainer Marcel Koller von seinen Spielern mehr Emotionen und analysiert seine strategischen Veränderungen im Team.

Mehr Emotionen

Bereits nach 17 Minuten freuten sich die FCB-Spieler über den Treffer von Ricky Van Wolfswinkel zum 3:0. Es bildete sich eine rotblaue Traube, es fielen ermunternde Worte, man klatschte sich ab und schrie die Freude über das Startfeuerwerk in den Zürcher Nachthimmel. Ganz im Spirit von FCB-Trainer Marcel Koller: «Wir wollen mehr Emotionen», fordert er von seinen Schützlingen und fügt hinzu man solle die Freude zeigen, es sei ein Miteinander.

Basler Zusammenspiel

Ein Miteinander war das erste Tor von Rotblau. Eine Koproduktion von Kevin Bua und Albian Ajet in der Vorbereitung, vollstreckt von Luca Zuffi. Dieses Mal liess sich der FCB die Führung zudem nicht mehr entgleiten, wie noch vor Wochenfrist gegen Tabellen-Schlusslicht Xamax. Im Gegenteil, die Basler erhöhten durch einen wuchtigen Kopfball von Eder Balanta auf 2:0.

«Den Hengst laufen lassen»

Der Kolumbianer fand sich gegen GC in einer neuen Rolle wieder. Der gelernte Innenverteidiger rutsche eine Linie nach vorne ins Mittelfeld. FCB-Stratege Koller erklärt sich seinen Schachzug damit, dass Balanta ein Spieler mit Drang nach vorne sei. Etwas, was er sich von einem Innenverteidiger nicht unbedingt wünsche. Aber Koller verzichte nur ungern auf die Präsenz des Kolumbianers. Denn er bringe Feuer und reisse seine Mitspieler mit. Im Mittelfeld kann Koller «den Hengst laufen lassen».

Ein weiterer Akteur, der mit seinem Kampf und seiner Leidenschaft inspirierend auf seine Mitspieler wirkt, ist Taulant Xhaka. Der Albanische Nationalspieler fungierte an der Stelle von Balanta in der Basler Innenverteidigung. Xhaka habe zwar nicht die ideale Grösse für einen Innenverteidiger, aber dank seiner taktischen Versiertheit, habe er ein hervorragendes Spiel abgeliefert, schätzt Koller Xhakas Leistung ein. «Und schliesslich gewinnt er einfach die Zweikämpfe», so Koller weiter.

Ob die Rochade rund um das Mittelfeld eine langfristige Lösung ist, wird sich zeigen. Koller schliesst es auf jeden Fall nicht aus.

Omlins Rückkehr

Vorerst kann er sich aber freuen, ist mit Jonas Omlin sein Stammtorhüter zurückgekehrt. Der Keeper ist vor allem glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen. «Das Wichtigste war, dass ich wieder schmerzfrei spielen konnte», meint der 24-Jährige. «Ich bin froh, hat mich der Trainer aufgestellt».

Kurz vor Schluss erhält Omlin dann doch noch ein Gegentor und der FCB versäumt es erneut, ein Spiel ohne Gegentreffer zu beenden. Dafür fehle laut Koller die Präsenz und es brauche mehr «Giftigkeit und Galligkeit», betont der Cheftrainer. «Jeder ist angesprochen».

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