Auch wenn sie schon lange keine Schlager mehr singt, bester Stimmung scheint Cornelia Froboess immer noch zu sein. (Bild: Wikipedia)

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«Es bleibt ein Abenteuer»: Cornelia Froboess wird 75

Eine Badehose machte sie berühmt, ihre grosse Liebe aber galt immer dem Theater: Cornelia Froboess feiert ihren 75. Geburtstag.
Denn mehr als sechs Jahrzehnte ist es inzwischen her, dass Cornelia Froboess zum Star wurde, zum Kinderstar. Mit dem Lied «Pack die Badehose ein» lieferte sie Anfang der 50er Jahre die Hymne zum Berliner Wannsee schlechthin.
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Oft trat die «Berliner Göre» als die sie damals galt, im Petticoat mit Peter Kraus auf, der sich damals als deutscher Elvis Presley feiern liess. Die beiden galten als Teenie-Traumpaar, ihr Schlager «Wenn die Conny mit dem Peter» wurde zum Hit. An der Seite von Peter Alexander spielte sie in dem Musikfilm «Der Musterknabe» und sang «Verliebt, verlobt, verheiratet».

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Star des deutschen Theaters

Inzwischen hat Cornelia Froboess die Badehose längst weggepackt, ihre Schlager-Karriere (auch «Zwei kleine Italiener» hat sie gesungen) hängte sie früh an den Nagel.

Aus Conny wurde Cornelia und als Cornelia ist sie schon lange ein Star des deutschen Theaters und Fernsehens. Zuletzt war sie Mitte Oktober in dem Film «Endlich Gardasee!» in der ARD zu sehen, in dem zwei Frauen, Grossmutter und Enkelin, zu neuen Ufern aufbrechen.

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«Ich glaube nicht daran, Versäumtes nachholen zu können», sagte sie kurz vor ihrem Geburtstag im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Man kann aufbrechen zu neuen Lebensformen, ja. Ob das allerdings glücklicher macht, wird man erfahren. Es bleibt in jedem Fall ein Abenteuer.»

Schon in den 1960er Jahren kehrte sie ihrer ersten, eher der leichten Muse gewidmeten Showbizz-Karriere den Rücken. Theater, «das war für mich ein Traum», sagte Cornelia Froboess einmal.

Künstlerische Heimat in Bayern

Nach ihrem Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig in Berlin bekam sie ihr erstes Engagement am Salzburger Landestheater. Nicht nur sich selbst darstellen wie in der Schlagerwelt, sondern in andere Rollen schlüpfen, das wurde zu ihrem beruflichen Lebensinhalt. Lessings Minna, Wedekinds Lulu, Brechts Mutter Courage: Cornelia Froboess hat die grossen Frauenrollen des Theaters gespielt und immer wieder auch die kaputten Typen.

Ihre künstlerische Heimat fand sie in Bayern, wo die zweifache Mutter heute noch lebt. Von 1972 bis 2001 war sie festes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen, wechselte dann gemeinsam mit ihrem Intendanten und guten Freund Dieter Dorn an das Bayerische Staatsschauspiel. Zuletzt stand sie dort 2014, inzwischen unter der Intendanz von Dorns Nachfolger Martin Kusej, in «Bunburry» auf der Bühne.

Ihr nächstes Projekt: Der vierte Teil der Film-Reihe «Ostwind», der voraussichtlich im Frühjahr 2019 ins Kino kommt. Im dpa-Interview sagte Cornelia Froboess: «Ich möchte möglichst wenig dazu beitragen. Mir bleibt die Hoffnung auf Wahrhaftigkeit. Reines Klischee möchte ich nicht bedienen».

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