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Baselland

Schneider-Schneiter will in den Bundesrat

Die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter kandidiert als Bundesrätin. Dies gab sie am Baselbieter CVP-Parteitag bekannt.

Der Parteitag der CVP Baselland in Zwingen BL nominierte Schneider-Schneiter per Akklamation und mit Standing Ovations. Zuvor hatte diese bekannt gegeben, dass sie für eine Kandidatur als Nachfolgerin von Doris Leuthard zur Verfügung steht.

Das Baselbiet habe als fortschrittlicher Kanton einen Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat, sagte Schneider-Schneiter. Sie stelle sich daher mit grosser Freude zur Verfügung, um nach über 120 Jahren wieder einen Bundesratssitz für den Kanton Basel-Landschaft zu holen.

Als Bundesrätin würde sie sich für die Bewahrung der Schweizer Werte einsetzen und die Interessen des Landes offensiv verteidigen wollen, sagte die Nationalrätin weiter. Sie verwies dabei auf ihre Erfahrung in aussenpolitischen Themen, die in jedem Departement wichtig sei. Der Parteibasis verkaufte sie sich auch als Brückenbauerin.

Seit 2010 im Nationalrat

Elisabeth Schneider-Schneiter war im November 2010 für Kathrin Amacker in den Nationalrat nachgerückt. 2015 schaffte sie knapp die Wiederwahl. Aktuell ist sie Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats.

Die Juristin aus Biel-Benken ist Mitglied des Parteipräsidiums der CVP Schweiz. Seit Juni 2017 ist sie zudem Präsidentin der Handelskammer beider Basel.

Von 1999 bis 2010 politisierte Schneider-Schneiter im Baselbieter Kantonsparlament, an dessen Spitze sie als Landratspräsidentin im Amtsjahr 2006/2007 stand. Von 2007 bis 2010 war die CVP-Politikerin zudem Fraktionspräsidentin im Landrat.

Bisher Z’graggen und Hegglin als Konkurrenz

Für die Nachfolge von Doris Leuthard müssen die CVP-Kantonalparteien ihre Kandidierenden bis am 25. Oktober nominieren und der Findungskommission melden, welche dann eine vertrauliche Personenüberprüfung unternimmt. Der Bundeshausfraktion der CVP will anschliessend Mitte November die Kandidatinnen und Kandidaten ernennen.

Am Donnerstagmorgen hatte die Urner Justizdirektorin Heidi Z’graggen bekannt gegeben, dass sie Leuthard beerben will. Der Zuger alt Regierungsrat und Ständerat Peter Hegglin war am Mittwochabend von seiner Kantonalpartei offiziell nominiert worden.

Doris Leuthard hatte Ende September ihren Rücktritt per Ende Jahr angekündigt. Die Aargauerin war 2006 in den Bundesrat gewählt worden. Ebenfalls vor Ablauf der Amtsperiode tritt Johann Schneider-Ammann (FDP) Ende Jahr zurück. Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt.

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