Basel

Roche erhöht Umsatz in den ersten neun Monaten

Der Pharmakonzern Roche ist nach neun Monaten gut auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Mit jüngeren Medikamenten konnte man den Umsatz steigern.

Dank steigender Umsätze mit den jüngeren Medikamenten stemmt sich das Unternehmen weiter erfolgreich gegen den negativen Einfluss durch Nachahmerprodukte. Entsprechend bekräftigt das Management die im Juli erhöhten Jahresziele für 2018. Wie Roche am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2018 um sieben Prozent auf 42,1 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Zuwachs von ebenfalls sieben Prozent. Gewinnzahlen legt der Konzern nur mit den Jahres- und Halbjahreszahlen vor.

Auf die grössere Geschäftssparte Pharma entfielen 32,7 Milliarden (+7 Prozent/+7 Prozent zu kWk). Im Bereich Diagnostics stehen Erlöse in Höhe von 9,4 Milliarden (+7 Prozent/+6 Prozent zu kWk) zu Buche.

Neu gewinnt, alt verliert

Das Umsatzwachstum der Pharmasparte wurde massgeblich von den neueren Mitteln wie Ocrevus zur Behandlung von multipler Sklerose oder auch den Krebsmedikamenten Perjeta, Alecensa und Tecentriq getragen.

Dem standen Umsatzrückgänge von bei den älteren Krebsmitteln wie Rituxan/Mabthera gegenüber. Hier macht sich nach dem Patentablauf der Markteintritt von Nachahmerprodukten bemerkbar. So brach der Umsatz des Mittels alleine in Europa erneut um annähernd die Hälfte ein. Auch der Blockbuster Herceptin, der ein Bestandteil der sogenannten HER2-Franchise ist, hat die ersten Biosimilars zu spüren bekommen, wie der Umsatzrückgang um 10 Prozent in Europa zeigt.

Knapp besser als erwartet

Insgesamt hat Roche mit seinen ausgewiesenen Zahlen die Analysten-Erwartungen hauchdünn übertroffen. Die befragten Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Gruppen-Umsatz von 41,98 Milliarden Franken geschätzt.

Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt Roche seine frühere Prognose und geht von einem Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Beim Kerngewinn je Titel wird zu konstanten Wechselkursen dank der US-Steuerreform ein Plus im mittleren Zehnerbereich angestrebt. Ohne die Auswirkungen der Steuerreform dürfte das Wachstum des Kerngewinns weitgehend dem Verkaufswachstum entsprechen, wiederholte das Management die bisherigen Aussagen.

Kein Stellenabbau in der Schweiz

Nachdem der Basler Konkurrent Novartis erst vor wenigen Wochen angekündigt hat, Tausende Stellen in der Schweiz in der Produktion und im Dienstleistungsbereich als Teil eines globalen Effizienzprogramms zu streichen, machen sich Beobachter Gedanken, ob bei Roche ähnliche Pläne ausgearbeitet werden.

«Wir planen keinen Stellenabbau», lautet die knappe Antwort von Roche-CEO Severin Schwan auf eine entsprechende Frage. Vielmehr zeige ein Blick auf den Personalbestand, dass dieser zuletzt vergleichsweise stabil geblieben sei. «Natürlich kommt es innerhalb des Konzerns zu Verschiebungen in den unterschiedlichen Abteilungen, aber an der eigentlichen Zahl hat sich kaum etwas geändert». Und das solle auch in Zukunft so bleiben.

Weltweit zählte Roche per Ende 2017 knapp 94’000 Mitarbeitende. In der Schweiz beschäftigt der Pharmakonzern etwa 13’600 Angestellte.

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