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SP-Ständerätin Anita Fetz warnt im Sonntags-Talk vom 14. Oktober vor dem Bau des Ozeaniums. (Video: Telebasel)

Basel

Anita Fetz ist skeptisch gegenüber dem Ozeanium

Der Bau des Ozeaniums dürfte am Mittwoch vom Grossen Rat bewilligt werden. Aber es macht sich nochmals heftiger Widerstand gegen das Riesen-Aquarium breit.

Am Mittwoch gilt es für den Basler Zolli und sein Ozeanium-Projekt ernst. Der Grosse Rat wird über den Bau des Aquariums an der Heuwaage abstimmen. Das grosse Zittern dürfte bei Zoo-Direktor Olivier Pagan und seinen Kollegen aber ausbleiben. Die Zustimmung einer Mehrheit des Grossen Rates ist dem Ozeanium so gut wie sicher.

Ebenso sicher dürfte aber auch das Referendum sein, das wohl auf ein «Ja» des Parlaments folgen würde. Gegner des Riesen-Aquariums haben sich bereits in Stellung gebracht, unter ihnen der Basler Grünen-Grossrat Thomas Grossenbacher.

Nun erhalten die Gegner prominenten Rückenwind. Die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz äusserte sich im Telebasel Sonntags-Talk äusserst skeptisch gegenüber dem Ozeanium-Projekt: «Ich weiss nicht, ob ein Projekt in dieser Dimension für Basel eine gute Sache ist», holt Fetz aus. Mit der Wasser-Erlebniswelt hole sich Basel «Tausende von Autos» in die Stadt, befürchtet die 61-Jährige. Autos mit Eintagestouristen, die am selben Tag, wie sie gekommen sind, wieder gehen. «Ich bin eher skeptisch», so Fetz (siehe Video oben).

Zahlt am Ende die Bevölkerung?

Nebst einer Blechlawine sieht Fetz im Ozeanium noch eine andere Gefahr. Basel habe genug Erfahrung mit «tollen Geschenken», für die aber schlussendlich der Steuerzahler aufkommen müsse. Sie zweifle daran, dass die Rechnung am Ende aufgehe und nichts nachbezahlt werden müsse.

(Video: Telebasel)

Ob sich die von Fetz gezeichneten Schreckensszenarien bewahrheiten, wird sich zeigen, wenn der Grosse Rat am Mittwoch dem Bau zustimmt und das Projekt an einer allfälligen Volksabstimmung durchkommt. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Denn auch von Seiten der Umweltverbände bläst dem Ozeanium ein kalter Wind entgegen. Greenpeace hat für Mittwochmorgen eine Kundgebung gegen das Aquarium angekündigt. Und Anfang diese Woche hat die Fondation Franz Weber in einem Grossinserat in der «Basler Zeitung» die Grossräte dazu aufgerufen, gegen das Ozeanium zu stimmen.

«Dass ausgerechnet Basel auf ein solch veraltetes Konzept setzen will, können wir nicht verstehen», sagt Fondation-Präsidentin Vera Weber am Dienstag in der «bz Basel». Zudem verursache das Aquarium Tierleid. Sollte der Grosse Rat zum Ozeanium Ja sagen, steht auch für die Fondation Franz Weber fest, dass man das Referendum ergreifen wird.

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