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(Bild: Telebasel)
Basel

Lysbüchel: Gewerbler fürchten Vertreibung

Die künftige Nutzung des Lysbüchel-Areals spaltet die Gemüter. Ein Komitee sagt jetzt «Nein zur Fehlplanung VoltaNord» als Chance für eine bessere Planung.

Am 25. November entscheidet die Basler Stimmbevölkerung über den Bebauungsplan «VoltaNord». Aber die künftige Nutzung des Lysbüchel-Areals spaltet die Gemüter. Ein Nein-Komitee aus Parteien, Verbänden und Quartiervertretern wehrt sich gegen die Pläne auf der letzten grossen Gewerbefläche im Kanton Basel-Stadt und bezeichnet den vorgelegten Ratschlag als «Flickwerk mit zahlreichen Mängeln».

Ein Nein ermöglicht bessere Planung

Ein Nein zu «VoltaNord» ermögliche eine bessere Planung, welche die Bedürfnisse der Bevölkerung, des Quartiers, des Kantons Basel-Stadt und des Gewerbes berücksichtigt, heisst es in einer Medienmitteilung. Sollte die Bevölkerung am 25. November Nein sagen, gehe der Ratschlag zurück an die Regierung mit dem Auftrag, eine überzeugendere Planung vorzulegen.

Weiter spricht das Komitee den Mangel an Gewerbeflächen an. Weil Firmen in Basel keine geeigneten, verfügbaren und bezahlbaren Flächen finden, verliert Basel viele wichtige Unternehmen. Produzierende Gewerbe würden zu einer lebendigen Stadt gehören. Der Lysbüchel sei diejenige Fläche, die am besten für dieses Gewerbe geeignet ist. Sollte aber die geplante Wohnüberbauung zustande kommen, würde die Qualität der Wirtschaftsfläche leiden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Vorgehen der SBB Immobilien wird kritisiert

Das Komitee kritisiert ausserdem das Vorgehen der SBB Immobilien. So würden bei einem Ja in erster Linie die SBB gewinnen, die das Areal mit einer Wohnüberbauung «vergolden» könnten. Sie versuchten die Planung als friedliches Miteinander von Wohnen und Gewerbenutzungen zu verkaufen. In Realität sehe das aber anders aus. Die Wohnungen müssten gemäss SVP-Grossrätin Gianna Hablützel-Bürki extrem hohe Lärmschutzanforderungen erfüllen, was bestätige, dass die Wohnlage alles andere als gut sei.

Konflikte mit den umliegenden Unternehmen wie Kehrichtverbrennungsanlage, einer Chemiefirma oder des Schlachthofs seinen Vorprogrammiert. Zudem lägen die Wohnungen auch direkt an der Lysbüchelstrasse, wo täglich um die 60 Lastwagen zum Volta-Lagerhaus fahren. Gemäss dem Komitee sei es also nicht möglich, die geeignete Wirtschaftsfläche zu erhalten und gleichzeitig den Bedarf an zusätzlichem Wohnraum zu decken. Dafür würden sich andere Transformationsareale wie der Dreispitz Nord oder das Klybeck besser eigenen. Dort müsse die Entwicklung vorangetrieben werden.

Am Donnerstag präsentiert das Ja-Komitee seine Standpunkte. Telebasel wird darüber berichten.

Mehr dazu in den Telebasel News vom 15. Oktober 2018 um 18:40 Uhr und ab 19 Uhr stündlich. 

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