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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Oktober 2018. (Video: Telebasel)

Basel

Gegner des Ozeaniums hoffen auf das Volk

Das Ozeanium erhielt letzte Woche finanziellen Rückenwind. Nun wird der Grosse Rat über den Bau abstimmen. Die Gegner rechnen mit einem Referendum.

Kurz vor der Abstimmung im Grossen Rat über den Bau des Ozeaniums an der Basler Heuwaage erhielt das Projekt einen weiteren finanziellen Zustupf: Die Spendenzusage von rund fünf Millionen Franken. Sie stammt von einer privaten Stiftung aus Genf, wie Zolli-Verwaltungsrat Jean-Nicolas Fahrenberg vergangenen Mittwoch vor den Medien sagte. Die Stiftung möchte anonym bleiben.

Mit den bereits überwiesenen und den zugesicherten Spendengeldern von zusammen 57 Millionen Franken ist der Bau des Ozeaniums zu rund 60 Prozent finanziert. Dies würde gemäss Fahrenberg jedoch noch nicht reichen, um grünes Licht für dessen Realisierung zu geben, sollten alle Bewilligungen dereinst vorliegen.

Das Ozeanium an der Heuwaage soll dem Publikum anhand von Themenaquarien einen Einblick in die Welt der Ozeane bieten und es für Umweltfragen sensibilisieren. Die Besucher sollen auf einem Rundgang von Basel aus entlang den Meeresströmungen die Tierwelt der Ozeane entdecken.

Erst im Grossen Rat – und dann vors Volk?

Diese müssen aber erst noch erteilt werden. Der nächste Schritt hin zur Realisierung der Meeres-Erlebniswelt ist die Abstimmung im Grossen Rat am Mittwoch. Die vorberatende Bau- und Raumplanungskommission des Grossen Rats empfiehlt gemäss ihrem Bericht eine Annahme mit acht gegen eine Stimme bei zwei Enthaltungen.

Ein erbitterter Gegner des Ozeaniums ist Grünen-Grossrat Thomas Grossenbacher. Obwohl er überzeugt ist, dass das Basler Parlament dem Bau zustimmen wird, kämpft er weiter: «Die Ziele des Ozeaniums sind aus meiner Sicht nicht erfüllbar.» Dieses sei keine geeignete Massnahme, um bedrohte Meerestierarten wirklich zu schützen. Grossenbacher hofft zudem auf das Volk: «Ich denke, das Referendum wird ergriffen werden. Das Volk soll sich zum Ozeanium eine Meinung bilden können.»

Projekt soll vor Baubeginn finanziert sein

Der Zolli hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt vor Baubeginn nahezu vollständig finanziert zu haben, wie Zolli-Verwaltungsrat Fahrenberg am Mittwoch vor den Medien sagte. Zoo-Direktor Olivier Pagan gab sich zudem zuversichtlich, dass die Spendenzusagen einen Schub erführen, wenn dereinst die Baubewilligung vorliege. Die bisherigen Zusicherungen zeigten, dass das Projekt «grossen Rückhalt» geniesse. «Ich denke, dass dann einige Personen und juristische Personen sich für das Projekt engagieren wollen», so Pagan.

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