Das Festival - es dauert vom 9. bis 11. November. (Bild: Keystone)

Basel

«Generationen & Geschichten»

«Generationen & Geschichten», so heisst das diesjährige Schwerpunktthema des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel.

Das Festival – es dauert vom 9. bis 11. November – fragt sich, welche Entwicklungen die Welt unserer Eltern und Grosseltern geprägt haben und was die junge Generation erwartet. Geschichte, Gegenwart und Zukunft stehen im Fokus der über 100 Veranstaltungen mit 200 Mitwirkenden.

Über Russland sprechen drei Frauen aus verschiedenen Altersgruppen: Irina Scherbakowa, Mitinitiantin der Menschenrechtsorganisation «Memorial», die Schriftstellerin Maria Stepanova und die Soziologin Anna Fatyanova.

Internationale Themen

Francesca Melandri zeigt, was die unaufgearbeitete Geschichte mit dem heutigen Rassismus in Italien zu tun hat. Und sie spricht mit Ivana Sajko aus Kroatien und Werner van Gent über die «Lost Generation» in Süd- und Osteuropa. Vom Umbau in der Türkei berichtet der ehemalige Chefredaktor der Tageszeitung Cumhuriyet, Can Dündar.

Migrationsland Schweiz

Beleuchtet wird auch das Migrationsland Schweiz, dann wenn der schweizerisch-kurdische Rapper Ugur Gültekin, die deutsche Historikerin Kristina Schulz und der Schweizer Filmemacher Samir das Wort ergreifen. Dem Verhältnis der Generationen untereinander widmen sich die Schriftstellerin Barbara Bleisch und der Autor Peter von Matt. Und die schwedische Autorin Linn Ullmann erzählt die Geschichte ihres Vaters Ingmar Bergmann.

Im Mittelpunkt der meisten Veranstaltungen – Lesungen und Diskussionen – steht die Schweizer und internationale Schriftstellerszene. Auch ein Programm für Kinder steht an. Eintritt und Verpflegung sind gratis. Um Anmeldung wird gebeten.

Buchpreis in ruhigem Fahrwasser?

Beim 11. Schweizer Buchpreis schliesslich blickt die Branche genauer hin als sonst. Von einer schweren Krise war letztes Jahr die Rede.

An einer Jubiläumsveranstaltung am Vorabend der Buchpreis-Verleihung nämlich zitierte Moderatorin Nicola Steiner eine kränkende Passage aus einem Verriss des Kritikers Martin Ebel. Der gedemütigte Autor Urs Faes meldete sich von der Verleihung ab, frühere Buchpreisträger versicherten ihm ihre Solidarität. Der Schriftsteller Lukas Bärfuss forderte sogar, den Literaturpreis abzuschaffen.

Nun haben die Veranstalter das Reglement überarbeitet und hoffen damit, die Preisverleihung in ruhigem Fahrwasser durchführen zu können. Zur Auswahl stehen Bücher von Heinz Helle, Gianna Molinari, Peter Stamm, Vincenzo Todisco und Julia von Lucadou. Am 11. November um 11 Uhr wird der Preis im Theater Basel verliehen.

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