Die rechtsbürgerliche Zeitschrift «Weltwoche» polarisiert in der Schweiz stark. (Screenshot: Weltwoche.ch)

Basel

«Das hat mit Demokratie nichts zu tun»

Der Studierendenrat will keine Gratisausgaben der «Weltwoche» an der Uni. Viele Telebasel-User können das nicht nachvollziehen und üben scharfe Kritik.

«Zum Kotzen», schreibt ein User auf Facebook und meint damit den erneuten Beschluss des Studierendenrates vom Dienstagabend, Gratisausgaben der «Weltwoche» aus der Universität Basel verbannen zu wollen. «Andersdenkende zu lesen gehört zur Demokratie», schreibt er weiter.

Auch andere sehen im Entscheid der Basler Studierenden einen direkten Angriff auf die Demokratie: «Meinungsfreiheit?», fragt eine Frau in die Runde des sozialen Netzwerks.

Genauso sieht es auch User Pascal Meier: Er findet die Haltung des Studierendenrates «erschreckend». Dieser teile die Welt in Gut und Böse ein. Userin Brigitte Hagemann spricht von «Zensur». Sie wirft dem Studenten-Gremium vor, dass es den anderen Studierenden nicht zutraue, sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Auch Johannes Eschmann sieht im «Weltwoche»-Verbot einen Angriff auf die Meinungsfreiheit: «Das hat mit Demokratie nichts zu tun», schreibt er und meint, dass somit auch keine Exemplare der eher linken «Wochenzeitung» mehr aufliegen dürfen.

Wiederum andere User sehen die Sache mit etwas mehr Humor. Die ganze Diskussion schade der «Weltwoche» keineswegs, so Ricky Stamm:

A propos «gratis»: Eben dieses Wort stösst Urs Tschopp sauer auf, wenn es um Zeitungen an der Uni Basel geht: «Wer sich informieren will, soll dafür bezahlen wie jeder Normalbürger», fordert er. Ob darüber auch bald diskutiert wird?

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