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Basel

«Wir probieren fast täglich neue Rezepte aus»

In einem Hinterhof nahe des Claraplatz' betreiben die Brüder Tobias und David Buser ihre Stadtbrennerei. Die ersten drei Produkte sind jetzt fertig.

Nach einer dreijährigen Vorbereitungs-, Bewilligungs- und Umbauzeit sind die ersten Produkte der Stadtbrennerei verkaufsfertig in Flaschen abgefüllt. Die Brüder Tobias und David Buser werkeln in einer ehemaligen Kutschenremise in einem Hinterhof nahe des Claraplatz’. «Davor war unsere Mutter mit einem Gymnastikstudio eingemietet und ihre Pensionierung stand an. So kam alles zusammen», erzählt Tobias Buser gegenüber Telebasel.

Vom Wein zu Spirituosen

Er ist gelernter Winzer und kam bereits während seiner Lehrzeit in Berührung mit dem Brennen. «Nach dem Lehrabschluss arbeitete ich einige Jahre im Versuchskeller der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschafen in Wädenswil. Dort wurde ebenfalls eine Destillationsanlage betrieben», so Buser.

Später zog es ihn aus privaten Gründen nach Berlin. «Da dort in Bezug auf Weinanbau nicht viel los ist, schwenkte ich weiter auf die Spirituosen um». Nach einem Praktikum in der Preussischen Spirituosen-Manufaktur, absolvierte Buser am Institut für Gärungsgewerbe und Biotechnologie in Berlin den Aufbaukurs Destillateure.

Bei der Herstellung der Spirituosen liegt der Fokus auf der Qualität. Die Grundstoffe kommen wenn möglich aus der Region und werden in Bioqualität eingekauft. Sogar der Dampferzeuger wird mit Holz aus der Gempenregion beschickt. Die Produkte entstehen durch altbewährte, handwerkliche Methoden. Ganz nach dem Motto: so wenig wie möglich eingreifen.

Wodka, Getreidebrand und Schaumwein

Fertig sind bis jetzt der PACKS, ein Wodka aus 100 Prozent Getreide, der SÄEMANN, ein Schweizer Getreidebrand aus Bio-Weizenschrot und Gerstenmalz sowie ein Schweizer Schaumwein in kompletter Handarbeit gefertigt. Weitere Neuheiten seien bereits in Planung. «Wir probieren fast täglich neue Rezepte aus», erzählt Buser. «Ganz weit vorne stehen mehrere ‘Chrüter’, darunter ein Absinth, vielleicht mit Kümmel sowie auch ein Basler Hypocras auf die Weihnachtszeit».

Bis jetzt liefern die beiden Brüder vorwiegend an Privatkunden. «Wir arbeiten aber auch mit einigen ausgewählten Gastrobetrieben zusammen». Vor Ort kaufen kann man im Moment noch nicht. «Wir sind in erster Line ein Produktionsbetrieb. Es gibt auch noch keine fixen Verkaufsöffnungszeiten», so Buser.

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