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Der Telebasel News Beitrag vom 10. Oktober 2018. (Video: Telebasel)
Basel

Studierende wollen weiterhin keine «Weltwoche» an der Uni Basel

Der Studierendenrat hält an seiner Forderung fest: Er will, dass keine Gratisausgaben der «Weltwoche» an der Uni Basel aufgelegt werden.

Die «Weltwoche» soll aus der Uni Basel verschwinden. Zumindest ihre Gratisausgaben. So will es der Studierendenrat auch nach einer zweiten Abstimmung, die am Dienstagabend stattfand.

Zwar stimmte eine Mehrheit der Mitglieder für die Aufhebung dieser Forderung. Doch mit 12 Ja- zu 10 Nein-Stimmen wurde die Zweidrittelmehrheit verpasst. Diese wäre nötig gewesen, um die Forderung zurück zu nehmen. Dem Entscheid war eine hitzige Diskussion in der Sitzung des Studierendenrats vorausgegangen.

Konkret heisst das nun: Der offene Brief des Studierendenrats an das Rektorat der Uni Basel bleibt gültig. Darin fordern die Studierenden von der Uni-Leitung, keine Gratisausgaben der «Weltwoche» mehr aufzulegen.

Präsident tritt zurück

Laut einem Rücktrittsschreiben, das «Prime News» vorliegt, wird Giuliano Borte, Präsident der Studentischen Körperschaft der Universität Basel (Skuba), auf Ende Monat sein Amt niederlegen.

Der Rummel um die «Weltwoche»-Affäre sei ihm zu gross geworden. «Die vergangenen Tage waren in beruflicher wie auch in privater Hinsicht eine Belastungsprobe für mich», schreibt er laut «Prime News».

Borte war seit Januar 2017 im Skuba-Vorstand und seit Oktober 2017 ihr Präsident. Wer die Nachfolge von Borte antreten wird, sei zurzeit noch unklar.

Kritik aus der Politik

Anfang Monat hatte der Studierendenrat der Uni Basel mit seiner Forderung für Schlagzeilen gesorgt, dass keine Gratisausgaben der rechtsbürgerlichen Zeitschrift «Weltwoche» mehr an der Uni aufgelegt werden sollen (Telebasel berichtete). Daraufhin entbrannte eine Diskussion um die Meinungsfreiheit an der Uni Basel. Die Junge SVP Basel-Stadt kritisierte den Entscheid des Studierendenrats heftig. Und «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel schlug vor, sich mit den Studenten zu treffen und eine öffentliche Blattkritik zu veranstalten.

Wenig später ging beim Studierendenrat ein Gegenantrag eines Studenten ein, der fordert, dass der Beschluss des «Weltwoche»-Banns an der Uni wieder aufgehoben wird.

1 Kommentar

  1. Einfach lächerlich die ganze Posse. Haben da erwachsene Menschen etwa Angst sie könnten durch die Weltwoche schaden nehmen oder glauben sie gar mit dieser Aktion etwas zu erreichen. Ja, sicher sie erreichen aber das Gegenteil, das Blatt bleibt im Gespäch!Report

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