Jürgen Graf 1998 während des Berufungsprozesses im Aargauer Obergericht. (Bild: Keystone)
Basel

Holocaustleugner Jürgen Graf kehrt nach Basel zurück

1998 wurde Jürgen Graf wegen Büchern, in denen er den Holocaust leugnet, verurteilt. Er entzog sich der Strafe durch Flucht, nun kehrt er nach Basel zurück.

Dies berichtet das Wochenmagazin tachles. Im Jahr 2014 verjährte die Anklage gegen den heute 67-Jährigen, welcher nun wieder in Basel weilt. Graf wohnte in einem Hotel, das von einem evangelischen Missionswerk geführt wird. Inzwischen haben die Hotelbetreiber Jürgen Graf als «unerwünschten Gast» aus dem Hotel geworfen. Dies schreibt der Blick.

Der ehemalige Lehrer aus Therwil geriet erstmals mit den Behörden in Konflikt, als er zwischen den 1980er-Jahren und den frühen 90er-Jahren, asylbewerberfeindliche und holocaustleugnende Schriften veröffentlichte.

In seinem 1992 im Eigenverlag erschienen Buch «Der Holocaust auf dem Prüfstand» bestritt er «die Gaskammern, die behauptete Opferzahl und die Existenz eines Plans zur Judenvernichtung».

Jürgen Graf wurde daraufhin vom Lehramt dispensiert. Dies hinderte ihn nicht daran, weiterhin fremdenfeindliche Texte zu veröffentlichen und sich im Netzwerk der Holocaustleugner fest zu verankern.

1998 wurde Jürgen Graf vom Bezirksgericht Baden wegen Verbreitung mehrerer holocaustleugnender Bücher zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt.  Um der Strafe zu entgehen, floh Graf ins Ausland und schrieb weiterhin fremdenfeindliche und antisemitische Texte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel