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Der Telebasel Newsbeitrag vom 3. Oktober 2018.

Basel

«Die Fische haben immer noch Stress»

Trotz kühler Temperaturen und Niederschlägen, hat sich die Lage in den regionalen Gewässern noch nicht beruhigt. Die Fischbestände leiden immer noch.

Die brütende Sonne, verdorrte Wiesen und ausgetrocknete Bäche. Diese Bilder blieben vom Hitzesommer. Bei den Menschen in der Region verblassen diese wohl langsam wieder, doch die Natur spürt den extremen Sommer immer noch. Gerade die Flüsse und Bäche der Region leiden immer noch unter Wassermangel.

Obwohl das grosse Fischsterben im Sommer ausgeblieben ist, sei die Situation nach wie vor kritisch.

Mehr Stress für Fische

«Wir haben kein grosses Fischsterben gehabt, das schon nicht. Aber die Fische ziehen sich halt zurück auf die Bereiche wo sie noch Bedingungen finden, wo sie zurechtkommen. Und sie sind dort etwas gedrängter, haben mehr Stress», sagt Holger Stockhaus, Jagd- und Fischereiverwalter.

Die einzelnen Niederschläge der letzten Wochen würden bei der momentanen Situation nicht viel helfen, berichtet Holger weiter. Und: «Es braucht jetzt einfach dauerhaft mal viel Regen, dass die Gewässersysteme sich erholen können und die Fische dann auch wieder zurück aufsteigen können.»

Politik und Wasserbau ist gefordert

Um in den nächsten Jahren besser auf Extremtemperaturen vorbereitet zu sein, fordert der Fischerei-Verband Massnahmen von Politik und Wasserbau. «Wir müssen uns damit abfinden, dass sich die natürliche Ausgewogenheit der Jahreszeiten verändert und die Naturgefahren steigen», sagt DFV-Zentralpräsident, Roberto Zanetti. Es soll bei künftigen Projekten vermehrt auf die Faktoren Wärme und Trockenheit geachtet werden und das Gewässerschutzgesetz konsequenter umgesetzt, fordert der SFV.

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